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Das Amtsgericht Düsseldorf gab grünes Licht für die Aufspaltung

Aufteilung der Metro Group abgeschlossen

12.07.2017

Der deutsche Handelsriese Metro hat die letzten Hürden auf dem Weg zu seiner Aufspaltung genommen, um schlagkräftiger und attraktiver für Investoren zu sein. Mit dem Eintrag des Amtsgerichts Düsseldorf ins Handelsregister ist der Weg an die Börse frei.

Die Metro Group, einer der führenden internationalen Spezialisten für den Groß- und Lebensmittelhandel, ist mit ihrem Vorhaben am Ziel, sich in zwei starke, erfolgreiche und fokussierte Unternehmen aufzuteilen. Das Amtsgericht Düsseldorf als Registergericht hat heute die Abspaltung ins Handelsregister eingetragen. Die Spaltung ist damit wirksam. Noch anhängige Klagen gegen die Aufteilung gehen nun den Rechtsweg, stehen der Spaltung aber nicht mehr entgegen.

Die überwältigende Mehrheit der Metro-Aktionäre hatte auf der Hauptversammlung im Februar 2017 zugestimmt, die Metro Group in einen Großhandels- und Lebens­mittelspezialisten (neue Metro) und ein auf Consumer Electronics fokussiertes Unternehmen (Ceconomy) aufzuteilen. Die Aktien beider Gesellschaften starten morgen separat in den Börsenhandel.

"Wir sind am Ziel: Die Spaltung der Metro Group ist vollzogen", sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der neuen Metro. "Morgen wird die neue Metro in Frankfurt und Luxemburg an die Börse gehen, und auch die künftige Ceconomy wird erstmals eigenständig gehandelt werden. Ein historischer Tag - für unsere Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden."

Die Börsenzulassung der Aktien der neuen Metro an der Börse Frankfurt und der Börse Luxemburg erfolgt im Laufe des Tages. Der Börsenzulassungsprospekt der neuen Metro war bereits vor rund zwei Wochen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligt worden. (apa/ar)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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