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Aus Kraft Foods wird Mondelez

08.08.2012

Philadelphia-Frischkäse, Milka-Schokolade und Jacobs-Kaffee kommen in Österreich und anderen europäischen Ländern ab Oktober von der Firma Mondelez International. Die Umbenennung ist Folge der Aufspaltung des US-Lebensmittelmultis Kraft Foods in ein nordamerikanisches Lebensmittelgeschäft und einen internationalen Zweig.

Der nordamerikanische Zweig führt den Traditionsnamen Kraft weiter. In Europa prangt ab Oktober 2012 der Kunstname Mondelez samt neuem Logo auf den Verpackungen der Lebensmittel. Mondelez setzt sich zusammen aus "Monde" für "Welt" in Anlehnung ans Lateinische und "delez" in Anspielung auf das englische "delicious" (lecker). Zu Mondelez werden weltweit auch die Snacks und Süßwaren wie Oreo-und Lu-Kekse gehören. Bei Kraft Foods verbleiben unter anderem die Wurstwaren der in den USA beliebten Marke Oscar Mayer, das amerikanische Philadelphia oder auch Kaffee von Maxwell House.

Vorangetrieben hat die Teilung die jetzige Konzernchefin Irene Rosenfeld, die künftig der größeren Mondelez vorstehen wird. Sie geht davon aus, dass die beiden Einzelunternehmen besser wachsen können als zusammen. Allerdings verursacht die Aufspaltung erst einmal Milliardenkosten und wird 1600 Arbeitsplätze in Nordamerika kosten. Kurz vor der Aufspaltung hat Kraft die Nudel- und Fertiggericht-Marke Mirácoli an den Konkurrenten Mars verkauft. In Europa läuft es für den Lebensmittel-Multi derzeit nicht so rund. Hauptproblem ist der schwache Euro. Kraft Foods versuchte mit Preiserhöhungen dagegen anzukämpfen. Konzernweit fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 13,3 Mrd. Dollar (10,8 Mrd. Euro). Unterm Strich blieb dank gesunkener Kosten ein Gewinn von 1,0 Milliarde Dollar übrig - ein Plus von 5 Prozent.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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