Direkt zum Inhalt
Die Österreicher geben anteilsmäßig mehr von ihrem Konsumbudget für Lebensmittel aus als früher.

Ausgaben für Lebensmittel steigen stetig

26.11.2019

Über 11 % der gesamten verfügbaren Kaufkraft geben die Österreicher für Lebensmittel aus, immerhin ca. 2.600 € pro Person und Jahr. Dieser Anteil ist in den letzten zehn Jahren sogar etwas gestiegen.

Konkret stieg der Anteil von 2008 auf 2018 von 10,6 % auf aktuell 11,4 %. Den überwiegenden Anteil von 59 % beanspruchen dabei die Frischeprodukte (Fleisch, Fisch, Wurst, Milch, Molkerei, Obst, Gemüse, Brot, Gebäck). Innerhalb der Produktgruppen zeigen sich jedoch in den letzten zehn Jahren große Verschiebungen. Die Gründe dafür liegen weniger in der Preisstruktur, sondern im geänderten Verbraucherverhalten und den dahinterstehenden Wertehaltungen.

Fleisch & Milchprodukte

Beispielsweise ist der Anteil der Ausgaben für Schweinefleisch in diesem Zeitraum um 18 % gesunken, hingegen der Anteil für frischen Fisch stark, nämlich um 32 %, angestiegen. Der Anteil an tierischen Produkten ist aber immer noch mit mehr als einem Drittel der Lebensmittelausgaben dominant. Der aktuelle vegane/vegetarische Trend schlägt sich derzeit in den Zahlen noch nicht stark nieder.
Große Verschiebungen sind innerhalb des – anteilsmäßig sinkenden – Segments Milch-(produkte) zu beobachten. Besonders der Anteil der Frischmilch ist um dramatische 77 % gesunken, und zwar zu Gunsten der damals noch nicht bekannten länger haltbaren ESL-Milch. Der Bioanteil ist jedoch auch hier wesentlich gestiegen und beträgt bereits über 30 %. Interessant ist auch das starke anteilsmäßige Wachstum für die Ausgaben für Butter um 27 %!

Süßes & Getränke

Anteilsmäßig leichte Rückgänge gibt es auch bei Süßwaren, allerdings innerhalb dieser Warengruppe bestehen große Verschiebungen. Die anteilsmäßigen Ausgaben für Schokolade und Pralinen sind mit 42 % stark angewachsen, während andere Süßwaren (Bonbons, Kaugummi etc.) um 20 % abgenommen haben.
Bei den Getränken sind die alkoholischen Getränke, am meisten Sekt, Champagner, Frizzante anteilsmäßig um 10 % gestiegen, während alkoholfreien Getränke zwar auch zugenommen haben, dabei allerdings nur die Warmgetränke mit Kaffee (39 %) besonders stark. Die süßen alkoholfreien Getränke (Sirupe, Limonaden, Energy und Sportgetränke) hingegen haben abgenommen.

Quelle: RegioData

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Madlberger
22.07.2020

COVID-19 bremst die Globalisierung, sagen uns die Wirtschaftsforscher. Stimmt. Aber  im Lebensmittelhandel ist sie früh an ihre Grenzen gestoßen. Da gilt seit je her die Devise: All business is ...

Industrie
21.07.2020

Der LEH-Experte betreut als Key Account Manager künftig REWE, Wein & Co, Bio-Märkte und weite Teile der Markant-Gruppe.

Thema
21.07.2020

Eine Vielzahl an mehr oder weniger ausgefallenen Ernährungstrends hält in unserer Gesellschaft Einzug. Von Low Carb über Clean Eating bis hin zur ketogenen Ernährung, die Auswahl ist groß. Doch ...

Der Abschluss des Mercosur-Handelsabkommens würde den Druck auf die Regenwälder und indigene Völker weiter erhöhen und Europa teils fragwürdige Lebensmittel bescheren.
Thema
24.06.2020

Eine von der Dreikönigsaktion mitherausgegebene Studie zeigt gravierende menschenrechtliche und ökologische Risiken des Handelsabkommens zwischen Europa und Lateinamerika.

Generaldirektor-Stellvertreter Walter Oblin: "Auch in unserer digitalen Zeit lässt das Flugblatt in seiner Werbewirkung alle anderen Medien hinter sich."
Thema
16.06.2020

Der Dialog Marketing Report 2020 der Österreichischen Post AG untersuchte bereits im 7. Jahr in Folge Werbekanäle auf deren Wirkung bei den Zielgruppen. Zu Tage trat, dass klassische Kanäle wie ...

Werbung