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Babynahrung - Was ist da wirklich drin?

29.11.2002


Jede Mutter möchte natürlich nur das Beste für ihr Kind. Das Verlangen nach natürlichen Inhaltsstoffen ist massiv, die Angst vor Allergien groß...

Qualität steht bei Babyprodukten über allem.
Der Konsument wird gerade im überaus sensiblen Bereich der Baby-nahrung in zunehmendem Maße kritischer und qualitätsbewusster. Trotz rückläufiger Gebrutenraten – 2001 wurden 74.630 Babys geboren, das sind 2.928 weniger als im Jahr 2000 – ist der Markt relativ stabil. Leicht rückläufig entwickeln sich die Anfangsnahrungen – Stillen ist von Geburt an die beste Nahrung für Babys, daher ist auch die Stillquote sehr hoch (ca. 90 % der Babys werden gestillt bzw. zusätzlich mit Milchfertignahung zugefüttert). Das Segment der Folgemilchnahrung hat bis Ende 2001 ein Wachstum aufgewiesen, was auf eine intensive und lange Verwendungszeit von Folgemilchprodukten schließen lässt. Die Mütter wissen, dass im ersten Lebensjahr frische Kuhmilch für Babys nicht geeignet ist und Milchfertignahrung aufgrund ihrer, auf den Bedarf des Baby abgestimmte Zusammensetzung, vorzuziehen ist.

Im LEH ist die Babynahrung im Vergleich zum DFH immer noch unterrepräsentiert. Während der DFH das komplette Sortiment führt und damit Kompetenz zeigt, geht das Babynahrungssortiment im LEH nicht in die Tiefe. Hier wird aber doch ein Potenzial gesehen, das der LEH wie es scheint weiterhin stiefmütterlich behandelt.

Die wachsende Intensität der Diskussion um Lebensmittelqualität, sowie die zahlreichen Lebensmittelskandale der letzten Monate und Jahre, spielt punkto Qualitätsbewusstsein eine immer wichtigere Rolle.

Im Großen und Ganzen sind fünf wesentliche Trends festzustellen:

Gesundheit & Qualität.
Es liegt in der Natur der Sache, dass die Fürsorge für die Kleinsten am größten ist. Gesundheit, Sicherheit und höchste Lebensmittelqualität sind daher bei der Babynahrung immer stärker gefragt. Der Suche nach Marken, zu denen der Konsument ein besonderes Vertrauen hat, kommt eine stark wachsende Bedeutung zu. Bio-Produkte treffen besonders im Marktsegment der Babynahrung den Kundenwunsch sehr genau.

Sensibilität gegenüber Allergien.
Ausgelöst durch Umweltursachen und eine generelle Zunahme von Allergien wächst speziell bei der Babynahrung die Sensibilität des Konsumenten. Neueste Studien sehen rund 40 Prozent aller Babys als allergiegefährdet – sobald es in der Familie Allergiker gibt, muss beim Baby mit einem erhöhten Allergierisiko gerechnet werden.
Das richtige Ernährungskonzept ist eine wichtige Vorsorge gegen ein späteres Auftreten von Allergien. Wissenschaftler stellen vermehrt fest, dass die richtige Ernährung im Babyalter z. B. das Risiko des Auftretens von Asthma in späteren Jahren reduzieren kann. Der hypoallergenen Anfangs- und Folgenahrung sowie dem allergenarmen Sortiment bei allen anderen Produkten kommt daher eine wachsende Bedeutung zu, die sich auch sehr klar in steigendem Absatz artikuliert.

Genuss & Geschmack.
Der Wunsch nach Vielfalt im Angebot und abwechslungsreicher Nahrung für das Baby steigt. Komplexere Produkte, die dem Baby Abwechslung im Geschmack bieten, die aber dennoch auf den empfindlichen Babygeschmack abgestimmt sind, erfreuen sich wachsender Nachfrage.

Convenience.
Convenience ist auch im Baby-Sektor immer mehr gefragt. Selberkochen ist, wie auch die Marktentwicklung zeigt, immer weniger aktuell; rasche Zubereitungsmöglichkeit, bei gutem Geschmack und hoher Qualität, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Milde, sanfte Pflege.
Bei der Baby-Pflege geht sicherlich immer mehr in Richtung „milde, sanfte Baby Pflege“.

Convenience-Produkte mit einfacher Handhabung sind bei den Konsumenten sowie den Professionals immer mehr gefragt. Die richtige Zahnpflege beginnt schon im 4. Lebensmonat. Das Potenzial in diesem Segment ist immer noch sehr groß, da das Erlernen der richtigen Mundhygiene ein wichtiges Thema ist.

Im hart umkämpften Tüchersegment herrscht ein enormer Preiskampf. In diesem Segment hat sich der Handel dank preisgünstiger Eigenmarken einen Stellenwert schaffen können.

In den Baby-Pflegesegmenten haben die Eigenmarken noch nicht diesen Stellenwert erreichen können. Aus Untersuchungen weiß man, dass vor allem in diesem Segmenten Mütter Qualitätsprodukte schätzen und bereit sind, einen entsprechenden Preis dafür zu bezahlen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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