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Nur knapp 51 Prozent der Jugendlichen sehen Bargeld noch als gängiges Zahlungsmittel

Bargeld verliert bei Jugendlichen an Stellenwert

04.10.2017

Der Jugend Trend Monitor 2017 zeigt, dass bei Jugendlichen das Bargeld eine immer geringere Rolle spielt. Fast 30 Prozent setzen bereits verstärkt auf die Bankomat- oder Kreditkarte.

Bereits zum fünften Mal präsentierten DocLX Holding-Mastermind Alexander Knechtsberger und Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl Dienstagvormittag den Jugend Trend Monitor. Für die fünfte Auflage der umfassenden Jugendstudie wurden im Juni und Juli 2017 insgesamt 3.115 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren zu aktuellen Themen befragt. Die aktuelle Ausgabe der großen Jugendbefragung widmet sich unter anderem den Themenkreisen Europäische Union, Politik, Mobilität der Zukunft, Zahlungsverhalten und Tourismus.

Bankomat- und Kreditkarte stärker gefragt

Für den Handel interessant ist der Punkt Zahlungsverhalten. Bei der Frage nach gängigen Zahlungsmitteln entschieden sich nur mehr 50,7 Prozent der Befragten für Bargeld. Bereits 28,7 Prozent setzen auf die Bankomat- oder Kreditkarte (5,7 Prozent). Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch die Sofortüberweisung und der Online-Bezahldienst PayPal. Die NFC-Technologie (Near Field Communication) zur kontaktlosen Bezahlung wird bereits von 38,9 Prozent der jungen Menschen zumindest fallweise genutzt. Hier steigt die Anwendungshäufigkeit mit zunehmendem Alter. Männer erweisen sich mit 45,3 Prozent als deutlich affiner zur kontaktlosen Zahlung als Frauen.

Großteil aber noch immer für Bargeld

Bereits 24 Prozent der jungen Menschen können sich vorstellen, dass Österreich bald zu einer bargeldlosen Gesellschaft wird, während dies für 53,2 Prozent der Befragten aus heutiger Sicht noch kaum oder gar nicht vorstellbar ist. 20 Prozent der Befragten würden eine bargeldlose Gesellschaft sogar begrüßen, während zwei Drittel sich dagegen aussprechen.

Den größten Vorteil in der bargeldlosen Gesellschaft sehen die jungen Menschen in der Verhinderung von Falschgeld (44,2 Prozent), in der Fehlervermeidung beim Wechselgeld (39,3 Prozent) und in der fehlenden Notwendigkeit, Bargeld bei sich zu tragen (36 Prozent). Als größten Nachteil fürchten 67,6 Prozent der jungen Menschen, bei technischen Problemen nicht mehr auf das eigene Geld zugreifen zu können. 65,4 Prozent befürchten, dass ältere Menschen mit den neuen Technologien überfordert wären und 61,4 Prozent geben zu bedenken, dass Kartenverlust oder das Vergessen des Kennworts jede Bezahlung unmöglich machen würden.

Mobile Payment (noch) kein großes Thema

Im Mittel führen die Befragten 35 Euro Bargeld mit sich. Nur 3,4 Prozent geben an, gar kein Bargeld bei sich zu haben. Mobile Zahlungsmöglichkeiten wie beispielsweise Apple Pay stehen 26,2 Prozent der jungen Menschen positiv und 33,5 Prozent negativ gegenüber. 27,9 Prozent haben es bereits aktiv genutzt, wobei Männer (33,9 Prozent) zu den aktiveren Nutzern als Frauen (21,7 Prozent) zählen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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