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Bauern wehren sich

05.03.2008

Österreichs Bauern laufen Sturm gegen Preissenkungen des Handels bei Milch und Milchprodukten. Die Landwirtschaftskammer (LK) befürchtet, dass die Handelsketten den Druck an die Molkereien und damit an die Bauern abwälzen werden, heißt es in einer Aussendung der Kammer.

Entsprechende Forderungen seien bereits lanciert worden, "obwohl dafür keine Notwendigkeit besteht", so Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich. "Österreichs Milchprodukte haben eine im Europa-Vergleich hervorragende Qualität und Frische und das hat eben einen bestimmten Preis", betont der Kammerpräsident. "Es entsteht der Eindruck, dass eben große Handelskonzerne ihr hohes Handelsspannenniveau in Österreich auch weiterhin aufrechterhalten wollen. Tatsache ist, dass Österreichs Bauern beim Milchpreis aber überhaupt keinen Spielraum mehr haben, weil ihre Ausgaben für Futter, Energie oder Düngemittel unverändert hoch sind", so Wlodkowski.
Die bäuerliche Interessenvertretung verlangt daher, dass der Preis für heimische Qualitätsmilch gehalten wird und die Molkereien bei laufenden Preisrunden mit dem Lebensmittelhandel nicht nachgeben. Wie berichtet haben Rewe, Spar und Hofer die Preise für Milch und Butter bereits gesenkt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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