Direkt zum Inhalt

Beachtliche Exporterfolge 2008 und ausgezeichnetes Image

15.01.2009

Der gesamte österreichische Agrarexport verzeichnet von 2007 auf 2008 ein Plus von 10%. Das bedeutet erstmals eine Annäherung an die 8 Mrd.-Grenze. Mit einem Zuwachs von 11% gestaltet sich der Export nach Deutschland diesmal wieder hervorragend.

Besonders Rind- und Schweinefleisch aus Österreich gehören zu den "Export-Klassikern". Die Hälfte des österreichischen Käse-Exportes geht mittlerweile zu den deutschen Nachbarn. Besonders prächtig gestaltet sich auch der Export in die neuen EU-Staaten. Ungarn "überholt" sogar Slowenien und die USA. Im Osten bleiben Fleisch und Käse wertmäßig die wichtigsten Segmente. Aber auch der Obstbereich lässt aufhorchen. Mit einem Exportplus von 70% werden hier die Ausgangsverhältnisse sogar umgekehrt. Diese Zahlen der Statistik Austria sind auf Basis der ersten 3 Quartale für das gesamte Jahr 2008 (vorsichtig) hoch gerechnet.

Export steigt stärker als Import

Österreich hat im Jahr 2008 Agrarprodukte im Wert von fast 8 Mrd. EURO (genau EURO 7,98 Mrd.) exportiert und konnte damit auf sehr hohem Niveau weitere 10% zulegen. Auf der anderen Seite ist auch der Import nach Österreich gestiegen, allerdings nur um 7,7% und erreichte einen Wert von EURO 8,34 Mrd. Diesem Importzuwachs im Wert steht allerdings ein Rückgang in der Menge gegenüber. Insgesamt deutet dieser Umstand darauf hin, dass im Durchschnitt zu höheren Preisen importiert als exportiert wurde. Auch der Durchschnittspreis pro kg spiegelt das klar wider. (Chart 1)

Österreichisches Rind wird zum "Klassiker", Schwein immer mehr gefragt
Der "Eroberungsfeldzug" von österreichischem Rindfleisch in die Welt ist ungebremst. Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 hat sich der Exportwert nahezu verdreifacht und liegt jetzt bei 333 Mio. EURO. Allein von 2007 auf 2008 ist ein Anstieg von 23% zu verzeichnen. Rund 93.000 Tonnen gingen von Österreich in die Welt, rund 23.000 kamen aus der Welt zu uns. Österreichisches Rindfleisch verfügt international über einen ausgezeichneten Ruf.

Zudem war und ist Österreich traditionell Schweinefleischexportland, aber auch Importland. Mit einem Plus von mehr als 11% stieg der Exportwert im Jahr 2008 auf 358 Mio. EURO. Die österreichischen Produzenten erzielten auch einen höheren Kilopreis als die Importware.

Käse, Wurst und Obst weiterhin im starken "Aufwind"

- Österreich exportiert bei Käse in Menge und Wert weiterhin mehr als es importiert. Dem Exportwert von 369 Mio. Euro steht ein Importwert von 335 Mio. EURO gegenüber. 88.000 Tonnen Exportmenge treten gegen 86.000 Tonnen Importmenge an.
- Wurst, Speck und andere Fleischzubereitungen im Wert von 281 Mio. Euro verließen 2008 Österreich. Dieser Wert hat sich seit dem EU-Beitritt mehr als versechsfacht.
- Besonders erfolgsverwöhnt zeigt sich diesmal auch wieder der Obstsektor. Ein Plus von 25% bringt den heimischen Obstbauern Exporteinnahmen von immerhin 198 Mio. Euro. (Chart 6)

Österreich - Deutschland: Die kulinarische Liebe lebt!

Rund ein Drittel des gesamten österreichischen Agrarexportes geht nach Deutschland. Damit können unsere Nachbarn ihre vorherrschende Stellung als wichtigster Agrarhandelspartner Österreichs weiterhin eindrucksvoll behaupten. (Chart 7) Die Deutschen beziehen vorzugsweise Milch & Milchprodukte aus Österreich (17% des Gesamtwertes), gefolgt von Getränken (15%) sowie mit je 10% am Gesamtanteil zubereitetes Obst & Gemüse sowie Getreide (Chart 8). Die Österreicher wiederum beziehen in erster Linie Fleisch und Fleischprodukte sowie Getreide (jeweils 12% am Gesamtanteil), gefolgt von Milch & Milchprodukten (11%). (Chart 9)
Mit einem Exportplus von 11% schlägt sich der Deutschlandexport 2008 wieder überdurchschnittlich zu Buche. Die Deutschen kauften Agrarprodukte im Wert von 2,59 Mrd. Euro aus Österreich. Im Gegenzug importierte Österreich deutsche Waren im Wert von 3,32 Mrd. Euro.

Käse: Die Hälfte des österreichischen Exportes geht nach Deutschland
Österreich-Deutschland leben seit vielen Jahren eine intensive "Käse-Freundschaft", die von gegenseitigen deutlichen Wachstumsraten gekennzeichnet ist. Deutschland importierte aus Österreich 38.500 Tonnen Käse im Wert von 180 Mio. Euro. Das macht ein weiteres Plus im Wert von 7%. Für Österreich bedeutet diese Zahl, dass fast die Hälfte (49%) des gesamten heimischen Käse-Exportes mittlerweile nach Deutschland geht. (Chart 11) Österreich importierte aus Deutschland im Gegenzug immerhin mehr als 55.000 Tonnen im Wert von rund 200 Mio. Euro. Ein bedeutender Unterschied besteht jedoch im Kilopreis. Die Deutschen berappen für österreichischen Käse rund 1 EURO mehr als umgekehrt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuell
15.01.2009

Der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana konnte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 nach dem negativen ersten Halbjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen und an das ...

Aktuell
15.01.2009

Die Firmengruppe Pfeiffer mit Sitz in Traun bei Linz hat ihren Umsatz 2008 um 6,7 Prozent auf 647,6 Mio. Euro gesteigert. Für heuer plant das Unternehmen Investitionen von mehr als 30 Mio. Euro. ...

Aktuell
15.01.2009

Trotz Finanzkrise baut die deutsche Supermarktkette Edeka die Beschäftigung aus. "Wir wollen noch in diesem Jahr 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen", so Edeka-Chef Markus Mosa. Außerdem rechnet er ...

Aktuell
18.12.2008

Insgesamt bietet MERKUR in 109 Märkten freitags und samstags frischen Fisch in Bedienung an. Davon können zwölf MERKUR Märkte sogar von Montag bis Samstag eine umfangreiche Auswahl an frischen ...

Aktuell
18.12.2008

Österreichs Handel bekommt von der Wirtschaftskrise bisher wenig zu spüren. Die Händler sind mit dem Umsatz am dritten Einkaufssamstag durchwegs sehr zufrieden, die Geschäfte liefen gut. Es werde ...

Werbung