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Beim Bier ist Österreich ein Mehrwegland

15.03.2019

Knapp zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung greift beim Biereinkauf zu Mehrwegflaschen, Einwegflaschen und Dosen legen aber zu.

65% der Österreicher bevorzugen beim Biereinkauf Mehrwegflaschen, fast jeder Vierte (24%) greift zu Einwegflaschen und Dosen. Im Trendverlauf ist eine leichte Abnahme der Mehrwegflaschen bzw. Zunahme der Einwegflaschen und Dosen erkennbar. Dies geht aus dem aktuellen Bierkulturbericht der Brau Union Österreich hervor, der zum zehnten Mal erschienen ist. Knapp Dreiviertel (71%) der regelmäßigen Biergenießer – immerhin mehr als die Hälfte der Österreicher (57%) – kaufen lieber Mehrwegflaschen. Unter den sporadischen Bierkonsumenten bevorzugt mehr als jeder Zweite (57%) Mehrwegflaschen.

Stadt-Land-Unterschiede

Deutlich fallen die Unterschiede im Stadt-Land-Vergleich auf. Während am Land mehr als Dreiviertel (76%) der österreichischen Bevölkerung Bier in Mehrwegflaschen kauft, sind es in den Landeshauptstädten nur etwas mehr als die Hälfte (52%). Fast ein Drittel (31%) der Österreicher in Landeshauptstädten bevorzugt Einwegflaschen bzw. Dosen. 

„Um alle Käufergruppen ansprechen zu können, braucht es eine Vielfalt an Gebindeformen, von Mehrweg- und Einwegflaschen bis zu Dosen. Mehrwegflaschen sind mit Abstand die größte Kategorie der Gebindeformen. Wir achten bei all unseren Verpackungsarten auf möglichst umweltfreundliche Varianten bzw. Recyclingmaterialien und prüfen laufend neue Möglichkeiten, wie etwa die Relevanz von Mehrweg-Kleinflaschen. Dank Fassbier und der weit verbreiteten 0,5l Mehrwegflasche gehört die Gastronomie zu den Aushängeschildern in Sachen Mehrweg“, so Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

Nachhaltig = regional

Grundsätzlich ist den Österreichern Nachhaltigkeit bei der Bierproduktion wichtig. Regionalität spielt dabei eine große Rolle. Zu den wichtigsten Faktoren einer nachhaltigen Bierproduktion zählen für die Österreicher: die Verwendung regionaler Rohstoffe (72%), die Unterstützung der regionalen Wirtschaft und heimischer Bauern (69%), die Einhaltung von Umweltschutzauflagen (63%), die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region (62%), die Vermeidung langer Transportwege (60%), energiesparende Produktionsanlagen (53%), wassersparende Methoden bei der Produktion, Einsparung von Wasser, sowie die Berücksichtigung sozialer Produktionsbedingungen in der Brauerei (jeweils 49%) und die Nutzung alternativer Energieformen wie Solar, Wind, etc. (46%).

„Bier ist ein Naturprodukt – es besteht aus Rohstoffen, die bei unseren Bieren zu über 80% aus Österreich stammen. Diese Rohstoffe setzen eine intakte Umwelt voraus. Daher ist uns, neben unserem Einsatz für Mitarbeiter und Gesellschaft, der Umwelt- und Klimaschutz ein großes Anliegen. Schwerpunktmäßig konzentrieren wir uns dabei auf Projekte in den Bereichen Wasser, CO2-Footprint, nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen, die Ausweitung von Mehrweggebinden und verantwortungsvollem Genuss“, betont Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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