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Best Ager mit hoher Kaufkraft

10.08.2011

Die Alterklasse 50+ verfügt über 44 Prozent des gesamten österreichischen Kaufkraftvolumens. Das ergab eine Erhebung von RegioData Research.

Keine andere Zielgruppe ist so zukunftsträchtig und wird so stiefmütterlich zugleich behandelt: Mit rund 22.300 Euro pro Kopf im Jahr verfügen die Menschen ab 50 Jahren über eine um 22 Prozent höhere Kaufkraft als der durchschnittliche Österreicher. In der Zielgruppe 50 bis 59 Jahre ist die Kaufkraft sogar um 33 Prozent höher. Die Altersgruppe 50plus kommt auf ein Kaufkraftvolumen von rund 68 Milliarden Euro. Dies macht mehr als 44 Prozent des österreichischen Kaufkraftvolumens aus.

Jedoch können nicht alle das beste Alter in vollen Zügen genießen. In Österreich gibt es rund 2 Millionen Pensionisten mit einer um 8 Prozent niedrigeren Kaufkraft als der österreichische Schnitt. Einem Pensionisten stehen rund 17.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die – bescheidenen – Kaufkraftzuwächse dieser Zielgruppe werden regelmäßig von der hohen Inflation wieder aufgefressen.

 

Angesichts der enormen wirtschaftlichen Bedeutung dieser Zielgruppe mag man sich fragen, warum die Wirtschaft nicht explizit und sichtbarer um diese Menschen wirbt. „Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Menschen im höheren Alter sich oft für jünger halten als sie sind“, erklärt RegioData Pressesprecher Mag. Mark Ruhsam. „Eine explizite Ansprache dieser Menschen mit Begriffen, wie seniorengerecht oder für Pensionisten ist kontraproduktiv.“

Worauf die Generation besonderen Wert legt, sind Qualität und Beratung sowie mehr Serviceangebote, gerade im Handel. Zwar will man als ältere Person beim Kauf eines Mobiltelefons oder eines Kleidungsstücks länger beraten werden, jedoch steigt mit dieser Beratungszeit auch die Wahrscheinlichkeit eines teureren Kaufs.

Ebenso greifen ältere Menschen häufiger auf Angebote für Lieferungen und Montage von Möbeln, Baumarktprodukten oder Technologieprodukten zurück. „Die heutige Generation 50plus ist modebewusst und technologieaffin und legt Wert auf Qualität. Diese Tendenz wird sich in der Zukunft noch verstärken“, so Ruhsam.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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