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Derzeit sind 24 Prozent der Kärntnermilch-Lieferanten Biobauern, angestrebt werden 30 Prozent

Bewegte Zeiten für Kärntnermilch

24.05.2017

Nach 2015 war auch 2016 ein schwieriges Jahr für die Kärntnermilch. Der Umsatz ist um 3,6 Prozent auf 94,7 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist mit 0,9 Prozent der Betriebsleistung aber leicht positiv.

Infolge der Abschaffung des EU-Milchquotensystems hat es in ganz Europa einen massiven Anstieg der Milchmengen gegeben. „Die zurückhaltende Nachfrage in wichtigen Exportdestinationen und das nach wie vor aufrechte Russlandembargo führten zu einer weltweiten Krise auf den Milchmärkten, die letztendlich auch Österreich und auch die Kärntnermilch erfasste“, erklärte  Geschäftsführer Helmut Petschar bei einer Bilanzpressekonferenz in Spittal/Drau. Fallende Milchpreise für Konsumenten und enorme Einkommensverluste für die Milchbauern sind die Folge gewesen. Der Kärntnermilch ist es aber trotz der Milchkrise gelungen, Preisrückgänge wenigstens teilweise abzufedern.

Bio-Anteil soll steigen

Die Regionalmolkerei hat im vergangenen Jahr 123,5 Mio. kg Rohmilch von 1226 Milchlieferanten verarbeitet, das ist ein mengenmäßiges Plus von 1,3 Prozent. Die Exportquote konnte trotz Russlandembargos und Milchkrise weiter gesteigert werden und liegt nun bei 22,84 Prozent (2015: 21,62 %). Der Netto-Milchauszahlungspreis sank um 7,3 Prozent auf 32,06 Cent je Kilogramm, der Biozuschlag lag bei 8,176 Cent, bei Bio-Wiesenmilch waren es 12,493 Cent. Laut Kärntnermilch-Obmann Reinhard Scherzer hatte die Molkerei im vergangenen Jahr den Biozuschlag mehrmals angehoben, wodurch die Biobauern die „Misere im vergangenen Sommer“ etwas leichter überstanden hätten. Derzeit liegt der Anteil der Bioproduzenten bei 24 Prozent, angestrebt sind 30 Prozent.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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