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Generaldirektor Brau Union Österreich, Markus Liebl (li.) und Viktor Gillhofer, Leiter des Geschäftsfeldes Lebensmittelhandel.

Bierkultur mit Mehrwert

22.02.2017

Im Dezember 2016 hat Marktführer Brau Union die Prese zuletzt erhöht. Das war notwendig, da die Rohstoffe, Energie- und Verpackungskosten gestiegen waren. Jetzt ist keine Preiserhöhung zu erwarten, betont der Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl. Dafür aber viel Neues im Bier- und Limobereich, sowie abermalige Investitionen 2017.

"Es ist kein großes Plus, aber ein Plus", kommentiert Brau Union Generaldirektor Markus Liebl den gesamten gestiegenen Bierabsatz 2016 um 1,2%. Das Wetter war deutlich zu kühl, optimal wären 28°C, das kann man sich jedoch nicht aussuchen. Und der wegfall der Zielpunkt-Standorte als Verkaufsstellen hat die Lebensmittelbranche durchgerüttelt. Der stark steigende Tourismus hat sich in jedem Fall positiv auf die Getränkewirtschaft ausgewirkt. 

Die Geschäftsergebnisse auf einen Blick: 

  Im Jahr 2016 steigerte die Brau Union Österreich das Absatzvolumen im Bereich Bier im Inland um 0,8% auf 4,665 Mio. HL (+ 39 THL gegenüber dem Vorjahr). Auch im Exportgeschäft verzeichnete man einen deutlichen Zuwachs von 4,6% auf 431 THL, wodurch der Bierabsatz insgesamt um 1,2% über dem Vorjahresniveau liegt. An sonstigen Getränken (Limonaden, Wasser, Fruchtsäfte, Cider und Wein) wurden 467 THL – überwiegend in die Gastronomie – verkauft. Die Umsatzerlöse der Brau Union Österreich stiegen im Jahr 2016 insgesamt um 2,5% auf rund 707 Millionen Euro, nach einem Plus von 3,3% im Jahr 2015. Die Mitarbeiteranzahl blieb mit rund 2.300 Personen im Jahresdurchschnitt weitgehend stabil. Dazu kamen 100 Mitarbeiter der Logistik Villacher. Der wertmäßige Marktanteil der Brau Union Österreich im Segment Bier stieg im Vorjahr im Lebensmittelhandel um ca. 0,2%. Regional verankert in ganz Österreich, sorgt die Brau Union Österreich mit fünf Großbrauereien, zwei regionalen Spezialitätenbrauereien und der Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen sowie mit 32 Vertriebsstandorten und 55 Verkaufspartnern für Wertschöpfung in Österreich. Insgesamt werden mit 14 Marken 100 verschiedene Biersorten produziert. Puntigamer ist Nummer 1 in Österreich, gefolgt von Gösser (wertmäßige Marktanteile). Stark im Rennen um Platz 3 ist Zipfer. In Wien schafft Gösser mit 22% Marktanteil laut Nielsen Platz 1 im Ranking. Regionale und segmentspezifische Spezialitäten kommen von Kaiser, Schwechater (führt heuer eine 0,33-l-Kleinflasche im LEH ein), Wieselburger, Reinighaus, Schlossgold oder auch Edelweiss, das mit 30% klarer Marktführer bei Weizenbier ist.

Nach wie vor ist die 0,5 Liter Mehrweg-Flasche mit mehr als 48% das wichtigste Gebinde der Brau Union Österreich. Im Jahr 2016 ist es mit der Marke Strongbow auch gelungen, Cider als neue Getränkekategorie am österreichischen Getränkemarkt zu positionieren.Strongbow ist mit Abstand die wichtigste Cider-Marke in Österreich. 

Rund 450 LKW-Fahrer und -Beifahrer sorgten auch 2016 im eigenen Fuhrpark für beste Servicequalität zur Belieferung unserer Kunden.

Investitionen 2017

2016 wurde sehr viel in die Brauerein investiert, das Aufkommen wird 2017 wieder hoch sein, jedoch um 5 Millionen weniger. Die Schwerpunkte liegen bei Wieselburg (Kombi-Flaschenabfüllanlage und BrewLock-Anlage = innovative Fasstechnologie für 8L Fässer bzw. 20L Fässer), Zipf (Austausch von zwei Maischgefäßen im Sudhaus, Erneuerung des Silos),  Göss (eine Biogasanlage zur Verarbeitung der Biertreber aus der eigenen Produktion, Dosenabfülllinie, Erweiterungseinheiten (Dosendeckelmagazin, usw.) sowie eine Eventlogistikhalle inkl. Muster-Shop, Puntigam (Einbau neuer Gär-Tanks für Heineken-Produktion, Austausch Sudhaussteuerung), Schwechat (Umkehrosmoseanlage Brauwasser). Weitere Investitionen fallen in die Bereiche Absatz – hier geht es vorwiegend um Kundenbindung, enthalten aber auch Investitionen in Innovationen –, IT und sonstige Verwaltung. 

Neuheiten 2017

Unter der Marke Zipfer erwartet die Konsumenten ab März etwas völlig Neues: Hops, die erste Hopfenlimonade von Zipfer, ein alkoholfreies und natürliches Erfrischungsgetränk aus drei Vierteln extra gehopfter Limonade und einem Viertel alkoholfreiem Zipfer Bier. Hops von Zipfer wird im LEH und der Gastronomie ab Anfang März in der 0,33l-Glasflasche bzw. im 12-er Tray erhältlich sein.

Das Schwechater Wiener Lager, wird ab März 2017 auch in der 0,33-Liter Kleinflasche erhältlich sein. Auch bei Desperados wird es 2017 Neuigkeiten geben: Mit Desperados Mojito – das Desperados Verde ersetzen wird – kommt ab April eine neue Sorte in Gastronomie und LEH, die zusätzlich zum Tequila-Geschmack mit Limette und Minze auf den Markt.

Heineken präsentiert 2017 ein neues Dosenformat: Mit der sogenannten „Sleek Can“ führt man eine hohe, schlanke Dose ein, die am Getränkemarkt immer beliebter wird, im Biersegment aber noch nicht verbreitet ist. Außerdem konnte man auf den Formel 1 Rennen 2016 Heineken 0,0% werblich unterstützt sehen. Ob es auf den heimischen Markt kommt, bliebt noch offen.

Auch im Cider-Portfolio wird eine spannende Innovation vorbereitet: Mit Stibitzer wird ein typisch österreichischer Cider in zwei Sorten präsentiert. Die Markenidentität mit dem Namen „Stibitzer“ in Kombination mit dem Bild des Fuchses steht für den schlauen Fuchs, der sich die besten Früchte aus dem Obstgarten stibitzt – nach dem Vorbild kommen die besten Äpfel aus Österreichs Obstgärten in unseren Cider. Mit 4,5 Volumenprozent ist Stibitzer eine leichte alkoholische Erfrischung, die absichtlich weniger süß ist als vergleichbare Produkte. 

Apropos Zucker: Um in die derzeitige Zuckerdebatte erst gar nicht einzusteigen, bliebt die Brau Union bei all ihren Produkten unter 5% Zucker - das jüngste Beispiel Hops hat 4,3 g und liegt damit stark unter vergleichbaren Mitbewerbs-Produkten.

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