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Die Billa Vorstände Robert Nagele (li.) und Josef Siess in der neuen Filiale in Maria Enzersdorf

Billa: grundlegende POS-Neuausrichtung umgesetzt

15.12.2016

Herr und Frau Hausverstand werden in Zukunft bei Billa ein anderes Ambiente vorfinden, wenn sie ihren Einkauf machen. Denn die Rewe-Tochter etabliert mit der neuen Unternehmensstrategie auch die Neuausrichtung des POS-Konzepts. Das Ergebnis ist eine Gesamtinszenierung einer Billa-Filiale, die den Servicegedanken sehr hoch ansetzt.

Das neue Konzept wird umgesetzt

„Künftige Filial-Konzepte müssen sich vom etablierten Verständnis lösen und sich dort zeigen, wo der Kunde im Alltag ist, wo er entspannt, wo er sich zu Hause fühlt. Unser Filial-Konzept ist daher ein komplett neues Verständnis von POS – eine Ausrichtung, die in ganz Österreich so nicht existiert“, führt Billa-Vorstandsvorsitzender Josef Siess aus. Dort, wo sich der Konsument im Normalfall wohl fühlt, das ist in seinem Haushalt und in seiner Küche. Eine gemeinsame Zubereitung der Speisen macht Spaß. Nun präsentiert der Supermarkt-Primus die neue POS-Ausrichtung in Küchen- und Haushaltsoptik: vom Obst- und Gemüsebereich über die Feinkostabteilung bis hin zum Weinregal erinnert das Aussehen an den Landhausstil. "Es ging bei der Entwicklung der POS-Ausrichtung nicht darum ein weiteres Marktprinzip zu schaffen, sondern einen großen Schritt weiter zu gehen – näher zu den Menschen – nämlich dort hin, wo unsere Kunden sich tagtäglich mit unseren Produkten ihre Speisen zubereiten: in ihren Haushalt, in ihre Küchen“, stellen die Billa Vorstände Josef Siess und Robert Nagele das Konzept bei der Präsentation der zweiten neu gestalteten Prototyp-Filiale im niederösterreichischen Maria Enzersdorf vor. Die erste befindet sich in der Dreherstraße im 11. Wiener Gemeindebezirk.

Wohlfühlatmosphäre und Servicegedanke  beim Einkaufen

Die erwähnte Wohlfühlatmosphäre ist in dem 1000 m2-Supermarkt in Maria Enzersdorf gut unterzubringen, hier kommt aufgrund aller vorhandenen Elemente und Servicegedanken das Konzept gut rüber. Die Verabschiedung vom klassischen Marktcharakter ist eine der wesentlichsten Aussagen. Die neue Eigenständigkeit wird hervorgehoben und zeigt breite Gänge, helle Möbel, Zweitplatzierungen an den Gondelköpfen, sowie einen hohen Grad an Orientierungshilfen für den Kunden. "Die Orientierung konzentriert sich nicht nur auf die Führung im Markt, sondern vielmehr auf die Informationen, was man mit den Lebensmitteln alles machen kann, wie man Verschwendung vermeidet oder die Informationen, wozu man gewisse Waren gebrauchen kann", so Siess. Speziell in der neuen Weinabteilung ist Information das Um und Auf: welcher Wein passt wozu, welches Fleisch verlangt nach welchem Wein? Und weil man gerade ans Fleisch denkt: eine der größten Innovationen ist die neu gestaltete Frischfleisch- und fisch in Bedienungstheke. Sie bringt nicht nur ein neues Einkaufserlebnis, sondern schafft auch im durchschnitt mehr Arbeitsplätze in all jenen Filialen, die das anbieten. 2017 sollen das rund 60 sein.

Ein zentraler Aspekt des POS-Konzepts ist daher die Kommunikation durch Bilder, Produktinformationen sowie die Art der Warenpräsentation, die einmal mehr den überwiegenden saisonalen und regionalen Anteil des Billa-Sortiments hervorhebt. Der Einsatz von TV-Bildschirmen kommt in der Feinkostabteilung und auch im Kassenbereich für ITS-Billa besonders sinnvoll zum Einsatz. Die Informationen betreffen nicht nur Preise und Angebote, sondern informieren auch zeitgleich die Mitarbeiter. Schließlich stehen wir in unseren mehr als 1050 Filialen täglich mit über 800.000 Kunden in Kontakt. Mit diesem Schritt beweisen wir einmal mehr unsere Rolle als Wegbereiter im heimischen Lebensmittelhandel. Insgesamt werden wir 2017 ca. 350 Filialen auf den neuesten Stand bringen und mehr als 100 Millionen in die Filial-Umbauten investieren“, so Billa Vorstand Robert Nagele. 

Mitarbeiteroffensive

„Eine derart umfassende Filial-Offensive ist auch immer eine Mitarbeiter-Offensive, schließlich bedeutet der neue Qualitätsstandard am POS auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Wohlfühlatmosphäre für unsere mehr als 18.400 Mitarbeiter“, führt Nagele aus. Zudem werden die Leistungen und Tätigkeiten der Mitarbeiter im neuen Ambiente einmal mehr unterstrichen. Schließlich sind sie es, die den Kunden bei ihren Einkäufen durch Hilfestellungen und Auskünfte ein vollkommenes Einkaufserlebnis bieten. Neue Mitarbeiter und neue Qualifikationen werden auch gebraucht, sei es für die bereits erwähnten neuen Bedienungstheken, aber auch für die Installierung des neuen Paketservices, das in Zusammenarbeit mit DHL entstanden ist. Pakete können abgeholt und aufgegeben werden.

Damit sich Mitarbeiter besser untereinander austauschen können, wurde eine eigene Mitarbeiter-APP ins Leben gerufen, die eine bessere Kommunikation und auch Information zulässt. Neuheiten zum Thema Online sind immer wieder gefragt, denn die neue Filiale ist mit Click&Collect ausgestattet.

Das Roll-Out auf die anderen Filialen in Österreich wird Schritt für Schritt passieren. In Maria Enzersdorf hat Billa 2 Mio. Euro investiert. 2017 gehen die gewohnten 100 Mio. Euro in etwa 100 neue Filialen, aber auch 7-8 Mio. euro in 250 Filialen, um den POS aufzurüsten. in den nächsten drei Jahren werden rund 22 Mio. Euro für das Redesign aufgebracht.

Wichtige Schritte

Redesigns dieser Art sind wesentlich Schritte, um am Markt up to date zu bleiben, sind sich die Vorstände einig. Alleine das Sortiment ist ein sehr lebendiges und gehört immer wieder neu überdacht. Bei Snacks (Convenience) ist Billa Marktführer. der Convenience-Bereich wird ebenfalls laufend aufgewertet und wächst im zweistelligen Bereich. Billa an sich hatte 2016 bis dato ein 5%iges Umsatzwachstum und wächst über dem Markt. Auch der Online-Bereich wird immer wieder bearbeitet, um neue Erkenntnisse ins operative Geschäft einfließen lassen zu können. Zum Beispiel wird Click & Collect in Österreich ausgeweitet werden und das Onlineangebot an sich erweitert. Das ist durch das neue Lager in Inzersdorf ab Mitte Mai 2017 möglich. Nicht zuletzt sind Billa-eigene Projekte wie "Beste Frische" für den Erfolg verantwortlich. Dabei werden erfolgreiche Maßnahmen im Bereich Wertschöpfung, Sortiment, Warenbetreuung, Logistik oder Mengenbestellung umgesetzt.

 

 

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