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Billa legt trotz Krise super Jahr hin

01.12.2009

"Mit der Neupositionierung 2007 stellten wir uns einer extremen Herausforderung", so beschreibt Mag. Volker Hornsteiner, Vorstandssprecher der Billa AG die letzten zwei Jahre. Damals wurden 250 Filialen generalsaniert, man hat auf den Hausverstand gesetzt und eine aggressive Planung vorgenommen.

Trotz Krise und negativen Wirtschaftsvorzeichen hat Billa aber 2009 nicht nur Umsatz und Marktanteile gesteigert, sondern ist auch auf bestehender Fläche gewachsen. Die Fläche ist an sich marginal gesteigen, zur Zeit rechnet man mit 498 qm/Shop.

Der Lebensmittelhandel in Österreich insgesamt hat sich im Jahr 2009 positiv entwickelt und kann voraussichtlich eine Steigerung um rund 2?% (AC Nielsen, Sept. '09) verbuchen. "Hinter dieser Kennzahl verstecken sich zwei für uns sehr zufriedenstellende Entwicklungen: Erstens wuchs das Vollsortiment in Österreich deutlich stärker als der Diskont und zweitens konnten wir mit Billa sowohl was die Umsatzzahlen, als auch was die Marktanteile betrifft, unsere Mitbewerber hinter uns lassen", freut sich Volker Hornsteiner über das zufriedenstellende Ergebnis. Aus der Zentrale hört man, dass das Umsatzwachstum dreimal so hoch sei, wie jenes des gesamten Lebensmittelhandels 2009.

Wieder 1000 Filialen

Die Scheibchenpolitik bezüglich der Abgabe von Filialen im Rewe/Adeg-Deal der EU hat dem Konzern "weh getan". "Wir mussten 16 Billa-Filialen mit positivem Deckungsbeitrag abgeben, können aber mit Stolz sagen, dass wir das Jahr 2009 wieder mit 1000 Filialen abschließen werden", freut sich der Vorstandssprecher. Heuer wird es noch 8-9 Neueröffnungen geben, die übrigen Eröffnungen sind erfolgreich über die Bühne gegangen.
Im Konkreten denkt man schon an 2010. "Wir werden weiter wachsen", verspricht Hornsteiner. In Österreich ist das beinahe ausschließlich über Verdrängung möglich.

Clever und gesundheitsbewusst

Immer noch fühlen sich viele Österreicherdurch die Krise verunsichert. In seiner Qualitätsstrategie hat sich Österreichs Supermarkt Nummer 1 daher zur Aufgabe gesetzt, den Konsumenten in unserem Land das Vertrauen zu geben, dass hochwertige Lebensmittel auch in schwierigeren Zeiten leistbar bleiben. "Mit unserem Österreich-Schwerpunkt, den wir in den Monaten April und Mai stark beworben haben, konzentrierten wir uns darauf, Aktionen und Aktionspakete vorrangig mit österreichischen Produkten anzubieten. Damit fördern wir nicht nur heimische Unternehmen und sichern österreichische Arbeitsplätze, sondern stellen auch sicher, dass sich die Konsumenten in schwierigeren Zeiten gute österreichische Produkte leisten können", so Hornsteiner.
Dass die Anstrengungen von Billa in Bezug auf eine gesündere Ernährung Früchte tragen, sieht man auch an den positiven Entwicklungen im Bereich von Obst & Gemüse sowie dem erst vor kurzem eingeführten gesunden Kassaständer. "Wir bieten direkt an der Kassa seit rund zwei Monaten 16 neue gesunde Naschalternativen an. Seit Einführung der neuen Produkte wachsen die Umsätze in diesem Bereich durchschnittlich um 30?%", freut sich Hornsteiner.
Mit der Clever-Preisgarantie garantiert Billa für die rund 270 bei Billa erhältlichen Clever-Produkte in 150 Warengruppen, dass vergleichbare Produkte nirgends billiger sind. Den dafür nötigen permanenten Preisabgleich übernimmt zweimal im Monat ein unabhängiges Marktforschungsinstitut. "Unser deutlicher Umsatz- und Marktanteilszuwachs, die Steigerungsraten bei Clever-Produkten von bis zu 20?% sind der Beweis dafür, dass wir mit Billa den Konsumenten in Krisenzeiten die Sicherheit eines "One-Stop-Shop" geben", erläutert Hornsteiner.

Neue Billa Box

Vor kurzem hat Billa ein neues Konzept gestartet: Die Billa Box. Auf kleiner Fläche spezialisiert man sich auf Snacks und Produkte, die für den sofortigen Verzehr bestimmt sind. Das erstmals in Wiens 9. Bezirk eröffnete Convenience-Konzept erinnert sehr an die 7-Eleven-Kette aus den USA und wird erst nach genauer Betrachtung des Erfolgs ausgeweitet.

Mitarbeiter - Achillesferse?

Auch in Krisenzeiten bleibt Billa ein sicherer Arbeitgeber mit Zukunft. Alleine im Jahr 2009 wurden 8% mehr in die Aus- und Weiterbildung investiert, gleichzeitig ging die Mitarbeiterfluktuation zurück. "Neben dem Ausbildungszentrum in Wörgl/Tirol und dem erst 2008 neu geschaffenen Ausbildungszentrum in Wien haben wir in diesem Jahr ein weiteres Schulungszentrum in Graz eröffnet. Der Schwerpunkt der Billa Weiterbildung liegt dabei auf einer sehr praxisnahen Ausbildung in allen Bereichen", führt Hornsteiner aus. "Wir wissen, dass im Handel die Kundenfreundlichkeit eine ‚Achillesferse' ist und sind deshalb stets darum bemüht, die Mitarbeiter intensiv zu schulen".
Bezüglich der Feinkost gibt es bei Billa eine Veränderung. Seit 1985 waren Billa-Filiale und Feinkost getrennte Profit-Center. Diese wurden nun mit 1. November zusammengelegt. Da es immer wieder zu Differenzen im Arbeitsprozess kam, hat man sich zu diesem Schritt entschlossen.

Kundenbindung "explodiert"

Prok. Mag. Kerstin Neumayer, bei Billa verantwortlich für Marketing, sieht in der Entwicklung des Billa-Vorteilsclubs eine Erfolgsgeschichte. "Wir waren vor Jahren einer der ersten Lebensmittelhändler, die damals über die Maestro-Karte eine Mitgliedschaft mit Vorteilsangeboten ermöglichten. Als wir 2006 schließlich auf eine eigene Karte umstiegen, sind die Mitgliedschaften explodiert", so Neumayer. Billa liegt heute - bereinigt - bei 2,7 Mio. Mitgliedern. Mit dem Datenschutz ist man äußerst heikel, nicht einmal innerhalb der Rewe-Vertriebsschienen werden die Daten ausgetauscht.
"Auch die Flugblattnutzung hat stark zugenommen, derzeit liegen wir bei 3,3 Mio. Haushalten", berichtet Neumayer.

Im Osten viel Neues

Rewe will in Osteuropa weiter wachsen - organisch, also durch neue, eigene Supermärkte, und auch durch Übernahmen. Dabei hat der Vorstandsvorsitzende der Rewe International AG, Frank Hensel, neben den sieben CEE-Ländern, in denen Rewe vertreten ist, den Balkan und die Türkei als neue Märkte ins Visier genommen - "wenn die Umstände passen und die Kaufkraft stimmt".
Nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise und einer teilweise massiven Abwertung der Ostwährungen erwartet Hensel 2009 in den CEE-Ländern flächen- und währungsbereinigt nur ein leichtes Umsatzplus. Inklusive der Neueröffnungen habe es in allen sieben Rewe-Ostmärkten ein hohes einstelliges Wachstum gegeben - nach einem zweistelligen Plus in den vergangenen Jahren. Das Rewe Ostgeschäft wird von der Zentrale in Wien aus gesteuert. Zuständig dafür ist Vorstandsmitgleid Janusz Kulik.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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