Direkt zum Inhalt

Bio-Handel schnappt nach Supermarkt-Kunden

18.01.2007

Der 20. Bezirk hat einen Bio-Nahversorger mit 8.000 Bio- und Reformhausprodukten bekommen. Im Sommer soll die 2. Wiener Filiale folgen.

Der Bioboom ist nach wie vor ungebrochen. Livit hat seinen ersten Standort in Wien (Forsthausgasse 16) eröffnet. Die Bewohner der Brigittenau haben somit einen Nahversorger für Bio- und Reformhausprodukte bequem ums Eck. „An den Eröffnungstagen zählte Livit über 1.150 Wiener Kunden“, freut sich Hermann Storz, Geschäftsführer livit handel GmbH, und ergänzt: „Bio liegt voll im Trend. Immer mehr Konsumenten erkennen, dass Produkte aus biologischer Landwirtschaft ihrem Körper Gutes tun. Livit möchte den Kunden den Einkauf von biologischen Produkten möglichst einfach gestalten. Wir gehen daher neben Einkaufszentren direkt in die Wohngebiete wie auch unser Standort im 20. Bezirk zeigt. Wir verstehen uns als Bio-Nahversorger.“
Frische Gerichte im Bistro
Auf 600 m² bietet Livit den Wienern ein Sortiment von 8.000 Bioprodukten, das – anders als in anderen Biosupermärkten – um Reformhausprodukte ergänzt wird. Den Standort Wien zeichnet zudem ein Bistro mit 24 Sitzplätzen aus, wo täglich frische Gerichte aus biologischen Lebensmitteln zubereitet werden.
Als oberösterreichisches Unternehmen hat Livit nach Standorten in Linz, Wels, Bad Hall und St. Pölten nun den ersten Schritt in die Bundeshauptstadt gesetzt. „Unser Plan sieht vor, dass wir in den nächsten 2 Jahren 10 weitere Märkte eröffnen. Wien ist dabei für Livit ein wichtiger Standort. Der nächste Markt eröffnet im Sommer 2007 ebenfalls in Wien. Schließlich ist gerade die städtische Bevölkerung sehr bio-affin und offen für Biosupermärkte“, ist sich Storz sicher.
Das Unternehmen steht zu 74% unter dem Dach der Wiener Investorengruppe Schilling.
Biohandel: neue Rekordzahlen
Bio wird heute gekauft, weil es gesund ist, nachprüfbare Qualität bietet und außerdem einem aktuellen Lebensstil-Trend folgt. Jahr für Jahr verzeichnet der Biohandel Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich – eine aktuelle Studie des österreichischen Finanzministeriums besagt, dass im Jahr 2007 rund 700 Mio. €, im Jahr 2010 sogar 900 Mio. € Umsätze mit Bio-Produkten realisiert werden können. Das Wachstum betrifft vor allem den „neuen Betriebstyp der Bio-Supermärkte“.
Livit ist es seit der Gründung im Oktober 2004 gelungen, diesen Zeitgeist in für Österreich derzeit einzigartiger Weise aufzugreifen. Livit vereint erfolgreich das traditionelle Reformhauskonzept mit dem Betriebstyp eines Supermarktes für biologische und gesundheitsfördernde Lebensmittel bereits an vier Standorten. Zusätzlich zur bereits bestehenden Filiale in Bad Hall wurden im Jahr 2005 Filialen in St. Pölten, Linz und Wels eröffnet. In weiterer Folge sollen bis 2009 insgesamt mindestens 25 Filialen in Österreich betrieben werden. Eine Ausweitung der Aktivitäten auf angrenzende, osteuropäische Länder wird ab dem Jahr 2010 in Angriff genommen. Für alle Produkte gilt der Grundsatz „größtmögliches Maß an Natürlichkeit“, das man nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen erreichen kann. Livit bietet das gesamte Sortiment des täglichen Bedarfs zu fairen Preisen. In einer angenehmen Einkaufsatmosphäre wird zu attraktiven Preisen dem steigenden Gesundheitsbewusstsein mit einer hochwertigen Auswahl an Grundnahrungsmitteln, Frische-produkten wie Fleisch und Käse, Nahrungsergänzungsmitteln (Vitaminpräparate), Naturarzneimitteln, Kosmetik & Körperpflege, Vital- und Wellnessprodukten Rechnung getragen. Die Beschaffung der Produkte erfolgt überwiegend lokal von qualifizierten Produzenten.

Der Biohandel „auf der Pirsch“
Basic, in Deutschland rasant auf Expansionskurs, hat im Sommer mit einer Filiale den Einstieg in Wien geschafft. Zwei neue Verträge für Salzburg und Linz sind unterschrieben. Ziel sind langfristig 15 Märkte, heißt es aus dem Unternehmen. Basic setzt in Deutschland mit knapp 20 Märkten rund 70 Mio. € um. 2007 soll jeden Monat ein neuer Shop entstehen. Die Bio-Kette verkauft auch Eigenmarken: Derzeit sind es 160 Produkte, Ende 2007 sollen es 370 sein. Basic könne so preislich mit konventionellen Supermärkten mithalten.
Der Konkurrent Livit führt vier Bio-Läden in Ober- und Niederösterreich und hat vor wenigen Wochen die erste Filiale in Wien eröffnet. Im Sommer soll ein 2. Wiener Markt folgen.
Der Bio-Pionier Stefan Maran hat 2006 einen Wiener Markt geschlossen, dafür aber den Schritt nach Perchtoldsdorf gesetzt. Er sieht sich jetzt nach Investoren um, die ihn bei der Expansion von vier auf bis zu 15 Shops und Gastronomiekonzepten unterstützen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung