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2016 kamen über 2500 Aussteller und über 48.500 Besucher zur Biofach

Biofach 2017 hebt Vielfalt und Verantwortung hervor

16.11.2016

Die nächste Biofach-Messe, die von 15. bis 18. Februar 2017 in Nürnberg stattfindet, steht unter dem Motto „Building an Organic Future – Bio schafft Zukunft“, mit einem besonderen Augenmerk auf die deutsche Bio-Branche. Besondere Akzente werden auf Innovationen, internationale Beziehungen und Verantwortung als grundlegende Aspekte eines zukunftsweisenden Marktes gelegt.

In drei Monaten ist es wieder soweit, dann trifft sich die Bio-Welt wieder auf der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel,  in Nürnberg (Deutschland). Im Februar 2016 waren es über 2500 Aussteller aus 79 Ländern und über 48.500 Besucher aus 130 Ländern. „Die Ergebnisse von 2016 sind unser Ziel für 2017“, erklärte Danila Brunner, Abteilungsleitern Biofach und Vivaness der NürnbergMesse auf der Pressekonferenz am 15. November 2016. Die Zeichen dafür stehen gut: Schon jetzt sind es rund 2300 Aussteller, darunter Biopioniere genauso wie junge, innovative Unternehmen.  

Bio längstens in der Bevölkerung angekommen

Bio ist längst von der Nische zum Wachstumsmarkt avanciert. Mittlerweile liegt der Umsatz weltweit bereits bei 80 Mrd. US-Dollar, Tendenz weiter steigend. Alleine in Deutschland, dem größten Bio-Markt Europas, betrug das Marktvolumen des Bereichs Bio-Lebensmittel und –Getränke insgesamt 8,62 Mrd. Euro. Damit ergab sich von 2014 (da betrug das Marktvolumen 7,76 Mrd. Euro) auf 2015 eine Umsatzsteigerung von 11,1 Prozent. Kein Wunder also, dass sich die Biofach-Messe im kommenden Jahr das eigene Land, Deutschland, zum Land des Jahres erkor.

Auch die Naturkosmetik setzt sich durch

Auch der Markt für Naturkosmetik entwickelt sich dynamisch.  Daher ist die internationale Naturkosmetik-Fachmesse Vivaness, die zur gleichen Zeit wie die Biofach-Messe in Nürnberg stattfindet, die ideale Partnermesse. Weltweit liegt der Umsatz der Naturkosmetik bei 12,5 Mrd. US-Dollar, in Deutschland beträgt er 1,1 Mrd. Euro. Damit bleibt Deutschland unangefochtener Spitzenreiter für Naturkosmetik in Europa. Branchenexpertin Elfriede Dambacher, vom Naturkosmetik Verlag in Dortmund, hält diese Entwicklung für ein „super Ergebnis im gesättigten Kosmetikmarkt“.

Neun Städte komplett auf Bio eingestellt

Nürnberg, durch die beiden Messen Biofach und Vivaness seit vielen Jahren Treffpunkt der Bio-Community, hat sich selbst dem Thema Bio stark verschrieben. Gemeinsam mit Augsburg, Freiburg, Lauf/Pegnitz, Bremen, Darmstadt, Heidelberg, Karlsruhe und München ist Nürnberg seit 2010 Teil des Netzwerks der deutschen Bio-Städte, - Gemeinden und –Landkreise. Durch das gemeinsame Auftreten konnte dem Thema Bio damit ein höheres politisches Gewicht verliehen werden. Nun haben sich auch die Bio-Akteure aus Nürnberg und der Region entschlossen, ihre Bio-Projekte in Zukunft unter der Überschrift „Nürnberg, die Biometropole“ zusammenzufassen, um die Stadt als Bio-Standort und das Thema noch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern.

Verstärkter Kampf dem Artensterben

Einer dieser Bio-Akteure ist Hubert Rottner-Defet, einer der Gründerväter der Weltleitmesse Biofach. Er hat sich in den vergangenen Jahren besonders dem Artenschutz, sowohl in zoologischer als auch botanischer Sicht, verschrieben. „Alle 20 Minuten stirbt auf der Erde eine Art aus. Auf ein Jahr gerechnet sind es so 26.280 Spezies. Diese Katastrophe, von Mensch gemacht, wird von der Wissenschaft als das 6. Sterben bezeichnet“, warnt Rottner-Defet. Er organisiert deshalb erstmalig die Publikumsmesse „Biodiva“, eine Veranstaltung zum Thema Biodiversität –Artenvielfalt, die parallel mit der Biofach in Nürnberg über die Bühne geht – nicht direkt am Messegelände sondern im Z-Bau in der Frankenstraße, wobei den Fachbesuchern der beiden Bio-Messen ein Bus-Shuttle zur Verfügung steht. Einer der Höhepunkte der „Biodiva“ wird die Verkostung alter Gemüse-, Obst- und Fleischsorten sein.

Eigener Nürnberg-Genussführer von Bluepingu

Ebenfalls bei „Nürnberg, die Biometropole“ dabei ist Bluepingu, ein gemeinnütziger Verein Nürnbergs. Dieser nutzt alljährlich die Fachmessen um auch die Menschen in der Region mit zusätzlichen Rahmenprogrammen an der Biofach teilhaben zu lassen. Highlights des Rahmenprogramms sind das Saatgutfestival am 18. November 2016 mit großer Saatgut-Tauschbörse und der Malwettbewerb für Schüler, der diesmal unter dem Motto „Bio ist bunt“ steht. Außerdem gibt es für alle Besucher der Biofach-Messe wieder einen Genussführer, der dabei hilft die Bio-Vielfalt in der Stadt leichter zu finden. „Gestartet haben wir mit 800 Adressen, mittlerweile sind es über 1600 Adressen, aus den unterschiedlichsten Branchen“, berichtete Bluepingu-Vorstand Frank Braun stolz. 

Bio Hand in Hand mit sozialer Verantwortung

Einen Abstecher von der Messe ist auf jeden Fall das Projekt „noris inklusion“ wert. Auf dem ehemaligen Gelände des Stadtgartenamtes der Stadt Nürnberg produzieren rund 100 Menschen mit Behinderung Bio-Produkte. Dazu gehören unter anderem Bio-Kräuter, ein Bio-Honig genauso wie Bio-Eier und ein vielfältiges Bio-Zierpflanzen-Sortiment.  Derzeit dominieren gerade die Weihnachtssterne, die mit einem biologischen Salz-Verfahren klein gehalten werden, den Großteil der Gewächshäuser. Außergewöhnlich sind auch die Angebote „Ihr Saftladen“ und „Rent-a-Huhn“.

Eier vom persönlichen Paten-Huhn

Beim „Saftladen“ können Kunden das selbst geerntete Obst vorbeibringen, welches dann von noris inklusion zu Saft verarbeitet wird, abholbereit in eigenen „Bag-in-Boxen“ oder den eigens mitgebrachten Flaschen. Bei „Rent –a-Huhn“ kann man Hühner-Pate eines der glücklichen Hühner, die artgerecht auf dem Gelände leben, werden. Dafür bekommt man jede Woche sechs frische Bio-Eier, die an verschiedenen Abholstationen abgeholt werden können. Ganze 200 Hühner-Paten sind es derzeit, mehr ist aufgrund der Geländegröße nicht möglich. Die Warteliste dafür ist deshalb ordentlich lang.

Weitere Informationen und Anmeldedaten zur Biofach- und Vivaness-Messe finden Sie unter www.biofach.de

 

Autor/in:
Alice Rienesl
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