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Bioprodukte legen im Handel ordentlich zu

05.07.2005

Ein All Time High für Bio-Produkte verzeichnet der österreichische Lebensmittelhandel, sowohl was die Menge als auch den Wert der Bio-Produkte betrifft. Im ersten Trimester 2005 wurden 65 Mio. Euro für Frischwaren exkl. Brot aus biologischer Produktion im Handel ausgegeben. Die größten Zuwächse werden in der Warengruppe Eier verzeichnet. Milch und Milchprodukte sind insgesamt am prominentesten als Bio vertreten. Am meisten von allen Österreichern geben die Salzburger für Bio aus. Insgesamt gehören Bio-Käufer jüngeren Altersgruppen an als Käufer konventionell erzeugter Frischwaren. Im großen und ganzen sind die Preise für Bio-Waren gleich geblieben, sind aber nach wie vor höher als für andere Produkte.
Diese Erkenntnisse ergab die jüngste RollAMA-Analyse, die letzte Woche präsentiert wurde.
All Time High für Bio-Produkte im Lebensmittelhandel
Der Lebensmitteleinzelhandel erwirtschaftet etwas mehr als 5% seines Mengen-Umsatzes mit Frische-Produkten exkl. Brot aus biologischer Produktionsweise. Betrachtet man die Vergleichszeiträume 1. Trimester 2004 und 1. Trimester 2005, wird ein Mengenanstieg von rund 26.000 Tonnen auf 29.000 Tonnen ausgewiesen. Auch der Wert, der dem gegenüber steht, ist ständig im Wachsen begriffen. Brachten im 1. Trimester 2004 Bio-Waren noch rund 55 Mio. Euro in die Kassen der Händler, so waren es im 1. Trimester 2005 bereits 65 Mio. Euro. Mit diesen Werten erreicht Bio einen vorläufigen Höchststand.
Die Entwicklung seit 2002 zeigt klar, dass sich im Frischmilchbereich die Einkaufsmengen bei rund 11% eingependelt haben und in diesem Segment kaum weitere Marktentwicklungen zu erwarten sind. Hingegen könnte bei Milchprodukten durchaus noch einiges „drinnen“ sein. Fruchtjoghurt etwa weist seit 2002 stetige Steigerungen auf (von 6% auf 10%). Auf niedrigem Niveau aber trotzdem ebenfalls steigend präsentiert sich Bio-Fleisch. Zahlreiche Vermarktungsinitiativen vor allem bei Bio-Rindfleisch zeigten also Wirkung.
Andere Warengruppen wie etwa Käse, Wurst & Schinken oder Frischgemüse haben sich auf ungefähr gleich bleibendem Niveau eingependelt. Auffallend allerdings ist die Entwicklung bei Kartoffeln. Auch wenn sich der Verbrauch von Erdäpfeln im Laufe der Jahre auf rund 8,5% eingespielt hat, so steht dem eine ständig ansteigende Wertentwicklung gegenüber. Eier allerdings werden allmählich die Superstars unter den Bio-Produkten, sowohl was die Menge als auch den Wert betrifft. Waren im Jahr 2002 lediglich 6,6% der Eier aus biologischer Produktion, so sind das im 1. Trimester 2005 bereits 16,5%. Dem steht eine wertmäßige Steigerung von 8,2% auf immerhin 23,7% gegenüber.
Im Jahr 2004 war die Gruppe der Milch und Milchprodukte eindeutig die größte Bio-Gruppe im Frischebereich exkl. Brot. Frischmilch schlug mit 15% des Gesamtwertes zu Buche, Käse mit 14% und die restlichen Milchprodukte mit 19%, gefolgt von Obst & Gemüse mit 21%, Fleisch & Wurstwaren mit 14%, Eiern mit 11% und Erdäpfeln mit 5%. Auch Fertigprodukte gibt es in Bio-Qualität. 1% der Bio-Produkte sind im Handel dieser Gruppe zuzurechnen. Unter den Top 15-Bioprodukten entwickelt sich die Warengruppe der Erdäpfeln besonders erfreulich und hat bereits im Mengen - Ranking die Position zwei eingenommen. Auch ESL-Biomilch hat vom Stand weg Platz 10 unter den Top 15 eingenommen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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