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Branchenfreude getrübt

12.09.2007

"Der Wirtschaft geht es gut, wir können uns wirklich nicht beklagen", zeigte sich der Obmann der Sparte Gewerbe und Handel, Günther Pitsch, prinzipiell sehr zufrieden. Die Umsätze steigen, ein Viertel der Betriebe wolle Personal einstellen, nur drei Prozent würden befürchten, ihren Mitarbeiterstand verringern zu müssen.

Qualifizierte Mitarbeiter seien allerdings Mangelware. Pitsch forderte ein Maßnahmenpaket, um dieses Manko in den Griff zu bekommen. Einerseits müsse man die einheimischen Arbeitskräfte mobilisieren, andererseits sei aber auch mehr Flexibilität bei den Arbeitsbewilligungen für Migranten nötig. "Wer sich legal in Österreich aufhält, soll auch arbeiten können", so der Wunsch der Wirtschaft.
Zweites großes Problem der Branche stellen die steigenden Rohstoffpreise dar. Am stärksten betroffen davon seien die Mühlen und Mischfuttererzeuger, so Landesinnungsmeister Herbert Wiesbauer. Der Rohstoffanteil am fertigen Produkt betrage hier 70 bis 80 Prozent. Die Getreidepreise hätten sich in den vergangenen zwei bis drei Monaten allerdings mehr als verdoppelt. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Teuerung einstellen. Neben Wetterkapriolen seien unter anderem auch Spekulationen am Getreidemarkt für die sprunghaft gestiegenen Preise verantwortlich.
"Die Turbulenzen am Rohstoffmarkt sind die größte Herausforderung seit dem EU-Beitritt", führt Wiesbauer aus. Diesem seien 120 der vormals 300 Betriebe in Österreich zum Opfer gefallen. Die verbliebenen Firmen hätten sich jedoch neu positioniert und Nischen besetzt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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