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BRAU UNION ÖSTERREICH: Besser als der Markt!

04.03.2005

Nach den beiden Wachstumsjahren 2002 und 2003 - das Schönwetterjahr 2003 war für die Bierbranche ein geradezu außergewöhnlich positives Jahr - hat sich die BRAU UNION ÖSTERREICH AG auch im Jahr 2004 in einigen Bereichen besser als der Markt entwickelt. Beim Inlandsabsatz Bier wurde mit -0,8 Prozent ein besseres Ergebnis als von der Branche insgesamt (-1,5 Prozent) erzielt. So konnte der Marktanteil von 52,7 Prozent auf 52,9 Prozent gesteigert werden.

Der Biermarkt in Österreich
Insgesamt verzeichnete die Branche nach einem Plus von 1,5 Prozent bzw. 1,7 Prozent in den Jahren 2002 und 2003 auf Grund anhaltend kalten und instabilen Wetters, rückläufiger Touristenzahlen und deut-lich abnehmendem "Außer-Haus-Konsum" im Jahr 2004 einen Rück-gang beim Inlandsausstoß von 1,5 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch ging von 110 Litern (2003), dem höchsten Wert der letzten Jahre, auf 108,2 Liter (2004) zurück und stabilisierte sich somit auf das Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre.
Steigerungen verzeichneten Lager-/Märzenbier (+0,7 Prozent), Radler (+0,5 Prozent) und alkoholfreies Bier (+2,3 Prozent), alle anderen Biersorten waren rückläufig. Der Inlandsausstoß nach Gebindearten zeigt folgendes Bild:
0,5 l Dose: +5,2 Prozent, 0,33 l Flasche: +10,8 Prozent. Alle anderen Gebinde waren rückläufig.

BRAU UNION ÖSTERREICH: Besser als der Markt entwickelt
Diese Entwicklung des Biermarktes im vergangenen Jahr konnte an der BRAU UNION ÖSTERREICH als größtem Marktteilnehmer natur-gemäß nicht spurlos vorbeigehen. Das Unternehmen hat zwar in wich-tigen Bereichen Erfolge errungen, Zuwächse - teilweise besser als der Markt - erzielt und ihre Marken in allen Bereichen in der Führungsposi-tion gehalten, allerdings sind in einigen Sparten leichte Rückgänge zu verzeichnen.

Im Inland wurden im vergangenen Geschäftsjahr 4.781 THL (-0,8 Pro-zent gegenüber 2003) abgesetzt, was dem Niveau von 2002 ent-spricht. Der Getränkeabsatz insgesamt machte im Geschäftsjahr 2004 5.727 THL (-1,3 Prozent) aus. Die sonstigen Getränke sind mit 0,4 Prozent Plus auf 612 THL leicht gestiegen. Im Gebindebereich blieben auch 2004 die Kleinflasche und die Dose wichtige Umsatzträ-ger. Im Kleinflaschensegment erzielten die Biere der BRAU UNION ÖSTERREICH mit einem Plus von 34,5 Prozent einen bedeutenden Zuwachs. Dieser anhaltende Zuspruch der Konsumenten für diese Gebindeform ist eine eindrucksvolle Bestätigung für die Strategie der BRAU UNION ÖSTERREICH in diesem Segment.

Auch im 0,5 l Mehrweg Flaschensegment haben sich die Biere der BRAU UNION ÖSTERREICH besser als der Markt entwickelt (-2,4 Prozent versus -3,5 Prozent). Beim Fassbier ist für das Jahr 2004 ein Rückgang von -4,8 Prozent zu verzeichnen, womit die BRAU UNION ÖSTERREICH sich nicht marktkonform (-2,8 Prozent) entwickelt hat.
Positiv entwickelt hat sich 2004 auch wieder der Dosenbereich:
Nach 947 THL im Jahr 2003, wurde im vergangenen Jahr mit 1.013 THL ein Zuwachs von 6,9 Prozent erzielt.

Gesamtumsatz gestiegen
Der Gesamtumsatz ist im Berichtszeitraum um 1,5 Prozent auf € 604 Mio. gestiegen, davon entfielen auf Biererlöse Inland € 483 Mio. (-0,6 Prozent). Die Erlöse bei den sonstigen Getränken sind mit € 61 Mio. etwa gleich geblieben, die übrigen Erlöse inkl. Liegenschaftsverkäufen sind um € 13,5 Mio. auf € 28 Mio. gestiegen.
Die Getränkeerlöse gesamt mit € 553 Mio. liegen leicht (-0,9 Prozent) unter den Werten von 2003, jedoch auf dem Niveau von 2002.

Investitionen insgesamt € 46 Mio.
Schwerpunkte waren marktdienliche Investitionen, z. B. wurden in die innovative Umpackanlage für den "6er Roller" Gesamtprojektkosten (2004 und 2005) von € 3 Mio. sowie in Schlank-Kegs € 1 Mio. inves-tiert.

Lebensmittelhandel: Absatz +0,8 Prozent
Wie schon in den letzten Jahren konnte die BRAU UNION ÖSTERREICH auch 2004 ihre Innovations- und Servicestärke nach-haltig unter Beweis stellen und hat damit erfolgreich ihre Führungs-position im Lebensmittelhandel verteidigt.

Innovationen wie der Heineken-Launch, die ZIPFER 0,66 l Magnum-Flasche, die GÖSSER Pint Dose, der SCHWECHATER Radler in der Dose und die Top-Innovation, der KAISER Premium Radler, haben ei-nen Absatzzuwachs von 0,8 Prozent auf 2.968 THL gebracht. Aus-wirkungen auf den LEH-Marktanteil der BUÖ-Biere laut ACNielsen: Steigerung von +0,4 Prozent auf einen Marktanteil von 57,2 Prozent.

Die 4 absatzstärksten und die 3 umsatzstärksten Marken im Le-bensmittelhandel kamen auch 2004 laut ACNielsen aus dem Hause BRAU UNION ÖSTERREICH. Nummer 1 in Absatz und Umsatz war 2004 mit einem Absatzzuwachs von +21,7 THL und einer Umsatzstei-gerung von +0,7 Prozent die Marke Puntigamer.

Hohe Produktivität
In den vergangenen Jahren wurde in allen Produktionsstätten der BRAU UNION ÖSTERREICH ein besonderes Augenmerk auf hohe Produktivität gelegt. Auch im Vergleich zu den größeren Produktions-stätten im Konzern liegen die BUÖ-Brauereien hinsichtlich Produktivi-tät an der Spitze, wobei weitere Verbesserungen für 2005 und die kommenden zwei Jahre geplant sind.

Erfolgreiche Umweltbilanz
In den letzten Jahren ist es der BRAU UNION ÖSTERREICH gelun-gen, nachhaltige Umweltlösungen anzubieten: so konnte durch die weltweit von der BUÖ patentierte Trebernverbrennungsanlage ein Äquivalent von 350.000Nm3 Erdgas eingespart werden, das entspricht ca. 20 Prozent des Primärenergiebedarfs der Brauerei Göss.
Sehr gute Werte gibt es auch bei der Wiederverwertung: in allen BUÖ-Betrieben ist die Wiederverwertungsquote mit 99,6 Prozent gleichbleibend hoch.

Logistik: volles Service mit flächendeckendem Nahversorgungsnetz
Bei der Versorgung der Kunden setzt die BRAU UNION ÖSTERREICH weiterhin sehr stark auf die Eigenlogistik, aber auch auf die Verkaufspartner sowie Getränkehändler. Aufbauend auf der derzei-tigen Struktur im Bereich der Logistik gilt es, den Service und die Dienstleistung für unsere Kunden noch weiter auszubauen.

Roadpricing: Mehrkosten von ca. 1,5 Mio. Euro
Die Einführung der LKW-Maut belastet die Lebensmittel- und Geträn-keindustrie in besonderem Maße. Allein aus diesem Titel sind für die BRAU UNION ÖSTERREICH im vergangenen Jahr Mehrkosten von ca. 1,5 Mio. Euro entstanden.

Biersteuer: In Österreich noch immer 2,5 mal höher als in Deutschland
Die Abrundung der Biersteuer seit Beginn dieses Jahres von € 2,08
auf € 2,00 je Grad Stammwürze und Hektoliter, die die BRAU UNION ÖSTERREICH zur Gänze an ihre Kunden weitergegeben hat, ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, die Wettbewerbsfähigkeit et-wa mit deutschen, aber auch tschechischen Bieren wird aber erst dann gegeben sein, wenn es zu weiteren deutlichen steuerlichen Absenkun-gen in diesem Bereich kommt. Zum Vergleich: in Deutschland fallen bei der Biersorte mit 12° Stammwürze nur € 9,44 Abgaben je Hektoli-ter an, während es in Österreich nach wie vor € 24,00 sind. Damit wird das österreichische Bier immer noch mehr als 2,5 mal höher besteuert als Bier im Nachbarland Deutschland.

Lager/Märzenbier und AF-Biere am stärksten gewachsen
Sowohl bei den Lager/Märzenbieren (+1,7 Prozent) als auch beim al-koholfreien Bier Schlossgold (+10,8 Prozent) erzielte die BRAU UNION ÖSTERREICH AG 2004 erfreuliche Zuwächse. Bei den ande-ren Bierarten wurden leichte Rückgänge verzeichnet, die teilweise al-lerdings geringer als im Branchendurchschnitt waren.

BUÖ-Marken auch 2004 die absatz- und imagestärksten
Die Marken der BRAU UNION ÖSTERREICH waren lt. ACNielsen auch 2004 nicht nur die bekanntesten, sondern auch die absatz- und imagestärksten Biermarken im Lebensmittelhandel.
Die national 3 stärksten Biermarken kommen alle aus dem Hause BRAU UNION ÖSTERREICH (Gösser, Zipfer, Puntigamer).

Gösser - bekannteste und beliebteste Biermarke Österreichs
Gösser ist nach wie vor die bekannteste und beliebteste Biermarke Österreichs und d i e österreichische Traditionsmarke. Die Konsu-menten verbinden mit der Marke u.a. die Werte "Tradition", "reinste Rohstoffe/Natur", "kräftiger Geschmack'" und "bestes Bier im Bundes-land", z. B. ist Gösser in Wien die wertmäßige Nr. 1 lt. ACNielsen.

Mit den Gösser Glücksbringern wurde 2004 eine Promotion der Re-korde umgesetzt: Österreichweit wurden 200.000 Haushalte besucht, unglaubliche 81 Kisten hatte ein Gösser Fan beim Besuch der Glücks-bringer vorrätig. Die lange Erfolgsgeschichte von Gösser wurde 2004 auch von Österreichs Tankstellen bestätigt: so wurde der Gösser 6er Träger hinsichtlich des Convenience-Nutzens als auch des Umsatzes 2004 zur klaren Nummer 1 gekürt.

Zipfer - die ertragsstärkste Premiummarke Österreichs
Zipfer ist die ertragreichste Premiummarke im Lebensmittelhandel, je-der 6. verkaufte 6er Träger kommt aus Zipf. Zipfer ist auch die innova-tive österreichische Marke, die für Lebensfreude und modernen Bier-genuss steht. Die Konsumenten verbinden mit der Marke Zipfer u.a. "bringt immer wieder etwas Neues" und "hat Bier mit weniger Alkohol", wie z.B. das Zipfer Medium. Bier & Frauen: von allen Bieren trinken sie am liebsten Zipfer.

Kaiser Premium Radler - erfolgreichstes Neuprodukt 2004
Kaiser blieb auch 2004 die führende Fassbiermarke Österreichs mit stabilem Marktanteil im Lebensmittelhandel.
Mit der Einführung des Kaiser CoolKEG, dem ersten selbstkühlenden Bierfass, wurde eine Innovation auf den Markt gebracht, die vor allem im Catering- und Veranstaltungsbereich neue Möglichkeiten eröffnet. Nach ausgiebigen Tests wurde das CoolKEG im vergangenen Jahr in Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich erfolgreich eingeführt.
Mit seinen Radlern ist die Marke Kaiser im Lebensmittelhandel mit ei-nem Marktanteil von 23,5 Prozent die Nummer 1. Der Kaiser Premi-um Radler, der im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie einge-führt wurde, war eine der Top-Innovationen des vergangenen Jahre-sund laut ACNielsen im Lebensmittelhandel das erfolgreichste Neuprodukt 2004.

Puntigamer - erstmals umsatzstärkste Marke im LEH
Puntigamer war auch 2004 österreichweit die am stärksten wach-sende Biermarke im Lebensmittelhandel. Laut ACNielsen war Punti-gamer 2004 erstmals auch die umsatzstärkste Marke im Lebensmit-telhandel. Im Radlersegment ist Puntigamer mit einem Marktanteil von 23,1 Prozent knapp hinter Kaiser die Nummer 2 im Lebensmittel-handel.

Schwechater - weiterer Ausbau der Nr. 1-Position im Dosensegment
Schwechater hat seine führende Position im Dosensegment auch 2004 weiter ausgebaut: im Lebensmittelhandel wurde der Marktan-teil in diesem Bereich auf 30,5 Prozent (+2,4 Prozent) gesteigert.
Neu eingeführt wurde der Schwechater Zitronenradler in der Dose, eine der Top-Innovationen 2004.

Wieselburger - die Nr.1 unter den Bügelverschlussbieren
Wieselburger war auch 2004 die stärkste Regionalmarke Ostöster-reichs und konnte mit einer Serie von Live Music Festivals weiter an Profil als d i e Kultmarke in der Trend-Gastronomie gewinnen.
Unter den Bügelverschlussflaschen ist Wieselburger die Nummer 1 geblieben.

Schlossgold - Führungsposition weiter ausgebaut
2003 wurde Schlossgold erstmals zur Nr. 1 am AF-Biermarkt im
Lebensmittelhandel, 2004 konnte diese Position mit einem Plus von 3,7 Prozent auf einen Marktanteil von 41,5 Prozent (+17,6 Prozent ge-genüber der Nr.2, lt. ACNielsen) weiter ausgebaut werden.
Hohe Anerkennung bekam die Marke für ihre im Rahmen der EU-Initiative "Charta für Straßenverkehrssicherheit" durchgeführte Fahrsi-cherheits-Promotion im Lebensmittelhandel. Vizekanzler BM Hubert Gorbach persönlich überreichte die Urkunde und sprach dabei die Hoffnung aus, dass die BRAU UNION ÖSTERREICH Vorbildwirkung
für andere Unternehmen habe.

Ausblick 2005

Marktoffensive der Premium Marken
Im Mittelpunkt der Marktaktivitäten 2005 stehen die Markenauftritte der Premium Marken. Konsumenten werden mit zielgruppengerechten Markenpositionierungen und innovativen Produktkonzepten ver-stärkt angesprochen. Der Markenaufbau von Heineken im internatio-nalen Premiumsegment wird gezielt weitergeführt, das vorhandene Wachstumspotenzial bestmöglich ausgeschöpft.

Mehrweg-Initiative der BRAU UNION ÖSTERREICH
Mit dem innovativen 6er Roller setzt die BRAU UNION ÖSTERREICH mit den Marken Zipfer und Gösser neue Standards in der Mehrweg-logistik. Der innovative 6er Roller steht unter dem Motto "liefern, la-gern, präsentieren", fördert den Verkauf, erfordert minimalen Manipu-lationsaufwand und ist flexibel einsetzbar. Nach ausgiebigen Tests 2004, wird der 6er Roller, eine maßgeschneiderte Unterstützung für den Lebensmittelhandel, in den nächsten Monaten breit eingeführt.

Neue Chancen für österreichische Marken
Für die Weißbierspezialität Edelweiss aus dem Hause BRAU UNION ÖSTERREICH ergeben sich auch in Zukunft neue Perspektiven. So wurde in Frankreich bereits ein Testmarkt mit der Marke Edelweiss er-folgreich abgeschlossen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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