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Brau Union Österreich: „Keine Preisabsprachen“

29.06.2011

Im Streit um Preisabsprachen und fehlende Lieferungen an den Lebensmittelgroßhandel wehrt sich die Brau Union Österreich.

Brau Union-Generaldirektor DI Dr. Markus Liebl: Verunsicherung der Konsumenten „in höchstem Maße unerfreulich und ungerechtfertigt.“

Medienberichte über allgemeine Preisabsprachen bei Fassbier verunsichern die Konsumenten und entbehren jeder Grundlage. Der Verbandsbeschluss über die Nichtbelieferung der C&C Märkte wurde vor mehr als 10 Jahren – aus Sicht von Brau Union Österreich (BUÖ) – primär aus Qualitätsgründen gefasst.

Der durch Medienberichte entstandene Eindruck, dass es in Österreich über viele Jahre unter Beteiligung von BUÖ Preisabsprachen bei Fassbier gegeben habe, sei unrichtig und irreführend. Die BUÖ bedauert, dass Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in einer für den Vertrieb von Fassbier völlig untergeordneten Vertriebsschiene (C&C-Märkte) zum Anlass genommen werden, um einen Pauschalverdacht zu konstruieren. Weder habe die BUÖ mit anderen Marktteilnehmern Preisabsprachen getroffen, um die Fassbierpreise in Österreich künstlich hoch zu halten, noch lägen die Fassbierpreise der BUÖ pro Liter Bier um 70% über den Preisen von Flaschenbier, heißt es in einer Aussendung.

Bei der BUÖ liegen die tatsächlichen Preisunterschiede zwischen Fass- und Flaschenbier deutlich unter 70%, die in den Medienberichten kolportiert werden. Die BUÖ nennt folgende Gründe: unter anderem die höheren Kosten bei der Belieferung und bei der Rückholung des Leergebindes, die Kosten bei der Schanktechnik und beim Schankservice, die Kosten für die Lieferung von Kohlensäure (Gefahrengut) und die Kosten, die durch die umfangreiche Markenpflege bzw. Ausstattung der Gastronomie entstehen (z. B, Gläser, Tischaufsteller, Bierschilder und Gartenleuchten sowie Bierdeckel), die letztlich auch dem jeweiligen Gastronomiebetrieb zu Gute kommen.

In Bezug auf den eigentlichen Vorwurf der BWB – die Nichtbelieferung von C&C Märkten mit Fassbier – arbeite man mit der Behörde an der Aufklärung des Sachverhalts zusammen. Die BUÖ ist der Meinung, dass durch klassische C&C-Märkte ohne personalisiertes Zustellservice die Qualitätsanforderungen des Fassbiervertriebs in der Regel nicht oder nicht ausreichend sichergestellt sind und dass bei einem Vertrieb durch C&C für die Gastronomie, für die Fassbier-Liebhaber und für unsere Biermarken großer Schaden entstehen könnte.

„Für mich als Generaldirektor der Brau Union Österreich wird Vielfalt, Bierqualität, Lebensmittelhygiene und Ausschankqualität, pünktliche und perfekte Lieferung bis in den Bierlagerraum für unsere Gastwirte und für alle Kunden in der Gastronomie zu marktkonformen und transparenten Preisen auch in der Zukunft höchste Priorität haben. Die derzeitige Verunsicherung unserer Konsumenten ist für mich in höchstem Maße unerfreulich und ungerechtfertigt. Daher werden wir gemeinsam mit der BWB mit aller Offenheit versuchen, die Vorwürfe im C&C Bereich zu entkräften, aber auch mit allen Mitteln ungerechtfertigte Anschuldigungen – wie den Vorwurf von Preisabsprachen bei Fassbier – zurückweisen“, so DI Dr. Markus Liebl, Generaldirektor der Brau Union Österreich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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