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Brauereiverband:

06.10.2004

So bezeichnet der Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs, Kommerzialrat Johann Sulzberger, die gestern präsentierte Einigung zwischen
Lebensministerium und Wirtschaftskammer über die Fortsetzung der Freiwilligen Selbstverpflichtung in Form einer "Nachhaltigkeitsagenda". Die neue Regelung setze auf Kooperation statt Konfrontation und beinhalte neben ambitionierten Verwertungsquoten auch explizite Mehrweg-Förderung sowie die verstärkte Berücksichtigung neuer Technologien. "Damit wird im Bereich Getränkeverpackungen sowohl dem Umweltgedanken als auch den Konsumentenwünschen Rechnung getragen", unterstreicht Sulzberger.

In diesem Zusammenhang weist Sulzberger auch die Kritik an der Freiwilligen Selbstverpflichtung zurück - die Wirtschaft habe die darin enthaltenen Vereinbarungen umgesetzt. Auch die da und dort geäußerte Skepsis gegenüber der Nachhaltigkeitsagenda versteht der Obmann des Brauereiverbandes nicht: "Die Wirtschaft hat es sich nicht leicht gemacht und sich mit einer 80%-Quote ohne thermische Verwertung die Latte hoch gelegt. Ebenso stellen 50% stoffliche Verwertung bei stetig steigenden Marktmengen ein ambitioniertes Ziel dar!"

Sulzberger betrachtet die österreichische Lösung als sinnvollen Schulterschluss zwischen Ökologie und Ökonomie. Vor allem die Einbindung des Handels erweist sich als vorteilhaft, wobei aus Herstellersicht das beste Lenkungsinstrument der Endverbraucherpreis ist. Abschließend verweist Sulzberger auf das negative Beispiel Deutschland. Dort habe die die Einführung des Zwangspfandes dazu geführt, dass die Diskonter Bier ausschließlich in PET-Einweggebinden abgeben. "Bier wird in Österreich traditionellerweise zum Großteil aus Mehrweggebinden getrunken - dementsprechend hoch (81,5 %) ist auch die Mehrwegquote bei Bier."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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