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Braunkohle-Baron greift nach Metro

29.08.2018

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hat sich ein Aktienpaket des langjährigen Metro-Anteilseigners Haniel gesichert und verhandelt nun auch um weitere Anteile. Über seine Ziele hält sich der Investor bis jetzt bedeckt.

Der in der Energiebranche großgewordene Unternehmer Daniel Kretinsky hält mit 53 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Gesellschaft EP Global Commerce (EPGC), die sich vor Kurzem 7,3 Prozent der Metro-Anteile gesichert hat. Übernommen hat die EPGC diese von der Duisburger Familienholding Haniel. Haniel-Chef Stephan Gemkow hatte die Metro-Beteiligung zuletzt auf Grund der niedrigen Warenentwicklung, nur wenig Freude bereitet. Denn der Handelsriese metro, zu dem dem neben einem Netz von 760 Großmärkten in Deutschland, Europa und Asien auch die Supermarktkette Real gehört, steuerte zuletzt aufgrund von Problemen in Russland in schwerem Fahrwasser.  Zulsätzlich liegt der Konzernchef Olaf Koch bei Real mit den Arbeitnehmervertretern im Clinch. Auch der Umsatz, sowie der operative Gewinn schrumpften in letzter Zeit zunehmend.

Übernimmt Kretinsky das Ruder? 

Der Ex-Anteilseigners Haniel gab Kretinsky und seinem langjähriger Geschäftspartner Patrik Tkac neben den bereits gekauften 7,3 Prozent auch noch die Option auf ein weiteres Metro-Aktienpaket im Umfang von 15,2 Prozent. Doch Kretinsky geht sogar scheinbar noch einen Schritt weiter. Denn er hat ein zweites großes Metro-Paket ins Visier genommen: die 9,99 Prozent im Besitz der Elektronikhandelsholding Ceconomy. Metro hatte sich mit seinen Großmärkten und der Supermarktkette Real im Sommer vor einem Jahr von Ceconomy abgespalten, diese umfasst auch die Ketten Media Markt und Saturn. Mit dieser Aktien-Übernahme könnten Kretinskys Gesellschaften Zugriff auf über 30 Prozent der Metro-Anteile erhalten, weshalb die Vertreter von Kleinaktionären von dem tschechischen Milliardär mitterlweile Auskünfte über seine Pläne verlangen. Allerdings könnte sich um den Ceconomy-Anteil auch ein Bieterstreit anbahen, denn in die Übernahmegespräche soll sich nun auch der chinesische Mischkonzern Fosun International eingeschaltet haben. 

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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