Direkt zum Inhalt
Der Hauptsitz von Brita befindet sich in Taunusstein bei Wiesbaden (Deutschland)

Brita: Vom Einmannbetrieb zur Unternehmensgruppe

22.02.2017

Das deutsche Unternehmen aus Taunusstein, das vor 50 Jahren als Einmannbetrieb startete, hat sich zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt – und ist die einzige globale Marke im Bereich der Trinkwasseroptimierung. Der Umsatz 2015 betrug 429 Mio. Euro.

Am 1. Juli 1966 gründet Heinz Hankammer das Unternehmen Brita, das drei Jahre später den Prototypen des berühmten Tisch-Wasserfilters auf den Markt bringt und ihn schließlich von Taunusstein aus in die ganze Welt hinausträgt. Heute ist Brita mit 23 Tochtergesellschaften, Betriebsstätten sowie Beteiligungen und Vertriebspartnern in über 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten präsent und damit der einzige wirkliche Global Player in diesem Marktsegment. Unverändert steht die Optimierung von Trinkwasser im Fokus – ausgehend von sehr unterschiedlichen Wasserqualitäten und Kundenbedürfnissen weltweit.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Die Brita-Technologie ist jedoch längst nicht mehr nur den Privathaushalten vorbehalten. Mobile Produkte für die Verwendung beim Sport, unterwegs oder im Büro, leitungsgebundene Wasserspender für hygienesensible Umfelder wie Krankenhäuser und Schulen; darüber hinaus zukunftsträchtige Trinkwasserlösungen für Unternehmen und Gastronomie sowie für die Kaffee-, Vending- oder Steamer-Branche oder auch Filter in Elektrogroß- und Kleingeräten namhafter Hersteller gehören mittlerweile auch zum Sortiment.

Mit Leidenschaft und Energie

Diesen Erfolg konnte 1970, als der „Haushaltswasserfilter I“ patentiert wurde, jedoch noch niemand vorhersehen.  Dazu brauchte es nämlich noch die eigentliche Pioniertat von Heinz Hankammer: Er musste den potenziellen Nutzern überhaupt erst den Wert und die Wirkung seines Produkts bewusst machen. Was er mit Leidenschaft für die Erfindung, unermüdlicher Energie, Einfallsreichtum und Überzeugungskraft tat. „Rückblickend ist es erstaunlich und bewundernswert, mit welcher Voraussicht und Konsequenz mein Vater die damals noch unbekannte Technologie um- und durchgesetzt hat, voller Zuversicht, aber doch, ohne zu ahnen, dass er eine globale Marktnische erschließen würde“, so Markus Hankammer, CEO der Brita Group.

Hoher Umsatzanteil im Ausland

Die nächste wichtige Phase begann mit den ersten Schritten auf dem spanischen und dem französischen Markt sowie der Aufnahme der internationalen Vertriebstätigkeit in den 80er Jahren in Großbritannien – bis heute eines der stärksten europäischen Brita-Länder. In den 90er Jahren wurden dann die ersten internationalen Tochtergesellschaften gegründet, zu einer  Zeit  in der  „Brita-gefiltert“ in Deutschland schon als höchster Standard für Wasserfiltration in Privathaushalten gilt. Die internationalen Märkte sind auch jetzt noch von großer Bedeutung, denn seit über zehn Jahren erwirtschaftet Brita mehr als 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb seines Heimatmarktes Deutschland.

Enorme Umsatzsteigerungen 

Ein Meilenstein des Familienunternehmens der jüngsten Zeit ist die Expansion in Asien mit gleich zwei neuen Tochtergesellschaften in China und Taiwan. In Japan ist Brita schon seit mehr als zehn Jahren vertreten.  Von Hong Kong sollen nun weitere asiatische Märkte erschlossen werden. Der weltweite Umsatz von Brita mit seinen 1480 Mitarbeitern in über 60 Ländern betrug 2015 429 Mio. Euro. Das zeigt die enorme Steigerung in den letzten Jahren, denn der Umsatz 2001 betrug noch 134 Mio. Euro, sprich der Umsatz hat sich in den letzten 15Jahren mehr als verdreifacht.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung
Werbung