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BSE Tagebuch Februar 2001

17.07.2002

Ohne genügend Licht können Pflanzen weder Wasser noch Nährstoffe verarbeiten. Steht eine Pflanze 2-3 m vom Fenster entfernt, ist dort nur noch 10 Prozent der Freilandstrahlung vorhanden. Hier helfen spezielle Pflanzenlampen. Die benötigten Luxwerte (Lichtwerte) liegen je nach Pflanzenart bei 800 - 1000 Lux. An trüben Tagen und im Winter sind 8-10 Stunden Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Die richtige Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit spielen beim Pflanzenwachstum ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Zimmerpflanzen stammen aus Gebieten, in denen die Luftfeuchtigkeit bei 90 Prozent liegt. Im Wohnraum beträgt sie, besonders im Winter, meist nur 40. Kommen Temperaturen von 20-25 Grad hinzu, muß die Luftfeuchtigkeit durch das Aufstellen von Verdunstungsgefässen auf der Heizung und zwischen den Pflanzen erhöht werden. Diese gleichmäßige Verdunstung ist den Pflanzen zuträglicher als das Übersprühen. Zudem verträgt ein Teil der Pflanzen keine Feuchtigkeit auf Blättern und Blüten.
Wasser ist lebensnotwendig für alle Pflanzen. Grundsätzlich gilt: Kakteen und Sukkulenten brauchen weniger Wasser. Pflanzen mit großen Blättern und vielen Blüten verdunsten viel und verlangen entsprechend hohe Wassergaben. Pflanzen mit dickfleischigen Wurzeln können eine Durststrecke besser verkraften als andere. Bei Pflanzen aus der Familie der Ananasgewächse, die in der Mitte einen Blatttrichter haben sollte ständig Wasser im Trichter stehen, während der Topfballen nicht so feucht zu halten ist. Was das Gießen anbelangt, vertragen es die meisten Pflanzen, wenn sie von oben begossen werden.

Mit Hilfe ihrer Saugwurzeln sind sie jedoch auch in der Lage, Wasser aus dem Cachepot oder dem Untersetzer aufzusaugen. Aber Achtung: Wasser, das aus diesen Behältnissen in zwei Stunden nicht aufgesaugt ist, muß ausgeschüttet werden. Bei stehender Nässe sterben die feinen Haarwurzeln nämlich ab und die Pflanzen vertrocknen, obwohl sie im Wasser stehen.
Natürlich benötigen Pflanzen in der Wachstumszeit, die bei den meisten zwischen Frühjahr und Herbst liegt, regelmäßige Düngegaben. Die handelsüblichen Pflanzendünger haben sich bewährt.

Schnellwüchsige Pflanzen beanspruchen jedes Jahr einen größeren Topf, andere sind alle zwei bis drei Jahre mit einem größeren zufrieden. Folgendes ist wichtig: Pflanzen umgekehrt halten und den Topf auf eine Holzkante aufschlagen. So läßt sich der Topf entfernen, ohne die Wurzeln wesentlich zu verletzen. Der neue Topf sollte 2-3 Nummern größer sein. Bei zu großen Töpfen können die Wurzeln die Erde nicht durchziehen, bevor sie versauert. Nur saubere Töpfe verwenden. Zudem sollte das Abzugsloch mit einer Tonscherbe oder einem flachen Stein bedeckt werden, damit das überflüßige Gießwasser sich dort sammeln und abfließen kann. Tontöpfe vor Gebrauch unbedingt wässern, sie entziehen sonst der Erde die Feuchtigkeit.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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