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Budgetbegleitgesetz: Ein Schritt zur Entbürokratisierung

18.04.2018

Nächstes Jahr wird das Budgetbegleitgesetz eingeführt. Die WKO freut sich über einige Erleichterungen für die Wirtschaft.

Durch die Einführung der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung mit 1. Jänner 2019 müssen künftig Arbeitgeber die individuellen Beitragsgrundlagen der Arbeitnehmer der Sozialversicherung monatlich melden. Aber nicht nur das, die neuen Regelungen bringen eine wesentliche Erleichterung für die Lohnverrechnung, die ab nächstem Jahr bis zu zwölf Monate sanktionslos aufgerollt werden kann. Bisher lag die Frist für die Berichtigung der gemeldeten Beitragsgrundlagen bei 6 Monaten. „Damit werden die neuen Meldevorschriften endlich praxistauglicher gemacht“, zeigen sich Martin Gleitsmann, WKÖ-Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Gesundheit und Handelsobmann Peter Buchmüller erfreut. Zusätzlich werden die Sanktionsbestimmungen durch eine Höchstgrenze für Säumniszuschläge, sowie durch die Erweiterung des Ermessensspielraums der Versicherungsträger deutlich entschärft. Auch der vorgesehene Nachtschwerarbeitsbeitrag bleibt unverändert bei 3,4  Prozent und wird nicht aufgehoben.

Adé Bonus-Malus-Modell

Ein weiterer positiver Punkt für die WKÖ, ist die Abschaffung des Bonus-Malus-Modells und das Wegfallen der damit verbundenen Extrakosten, wie Auswertungs-, Informations-, Beratungs- und Berichtspflichten zur Beschäftigung Älterer. Gleitsmann erklärt dazu, dass „Die österreichischen Betriebe die von der alten Bundesregierung gesetzten Ziele zur Beschäftigung Älterer im Sommer 2017 aus eigenem weit übererfüllt haben“. Außerdem soll in Zukunft Älteren und gesundheitlich beeinträchtigen Personen, die erfolgreichen Qualifizierungen für den Arbeitsmarkt mit überwiegend praktischen Ausbildungsteilen in den Betrieben (AQUA, Implacementausbildungen) verstärkt angeboten werden. Die Regierung will weiterhin auf die bewährte Eingliederungsbeihilfe und den Kombilohn setzten. Diese Instrumente sollen bei Älteren arbeitsuchenden dann auch schneller zum Einsatz kommen, nämlich nach drei anstatt sechs Monaten.
 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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