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Carrefour rutscht in Verlustzone

05.03.2018

Sparen heißt es bei Carrefour. Europas größter Handelskonzern kämpft, trotz Umsatzplus, mit einem Minus von 531 Mio. Euro. Grund dafür sind milliardenschwere Sonderlasten. Die Dividende sinkt jetzt um mehr als ein Drittel.

2017 hat Carrefour ein großes Minus gebracht. 531 Millionen Euro verlor der Konzern durch milliardenschwere Abschreibungen, etwa auf Firmenwerte in Italien. Jetzt soll der Aktien-Gewinnanteil um ein Drittel sinken (46 Cent pro Aktie). Der Umsatz auf vergleichbarer Basis legte im vergangenen Jahr zwar um 1,6 Prozent auf 78,9 Mrd. Euro zu. Aber der operative Gewinn sackte, durch höhere Kosten und höhere Abschreibungen um 17 Prozent (2 Mrd. Euro) ab.  

Der Händler kämpft mit dem hohen Wettbewerbsdruck auf dem französischen Markt. Konkurrenz durch Online-Anbieter und spezialisierte Händler machen dem Konzern das Leben schwer, ebenso wie ein Preiskrieg mit den anderen französischen Supermarkt-Rivalen. Jedenfalls muss Carrefour jetzt radikal sparen. Alexandre Bompard, der erst seit Juni amtierende Chef des Unternehmens ist, will bis 2020 jährlich zwei Milliarden Euro weniger ausgeben. Dafür soll die Belegschaft am Firmensitz in Boulongne-Billancourt reduziert werden. Gleichzeitig plant der Handelsriese einen Strategieschwenk. Dabei geht es etwa den großflächigen Hypermärkten und zahlreichen Dia-Filialen an den Kragen. Der Umbau soll, laut dem Unternehmen, den veränderten Einkaufsgewohnheiten vieler Kunden entsprechen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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