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Coverstory

29.08.2002

Langzeitstudie. Salzburger Konsumentenschützer haben seit vergangenem Herbst die Preise von Lebensmitteln im Handel beobachtet.

Trotz des gegenteiligen Gefühls vieler Konsumenten haben sich die Preise für die Lebenshaltung seit der Euro-Einführung praktisch nicht erhöht. Das ergab eine Langzeit-Erhebung der Konsumentenschützer des Landes Salzburg, die seit vergangenem Herbst die Preise von 60 verschiedenen Lebensmitteln laufend beobachtet haben. Preissteigerungen gab es hingegen bei Automaten.
Drei Mal wurden die Preise von 60 der gängigsten Artikel im Lebensmittelhandel verglichen. Die meisten der untersuchten Produkte sind seit der Einführung des Euro gleich teuer geblieben oder sogar billiger geworden.

"Die massivsten Preiserhöhungen haben wir im Vorjahr, Monate vor Einführung des Euro, festgestellt. Zu Jahresbeginn 2001 wurden auch die Verpackungsgrößen - oft zu Ungunsten des Konsumenten und bei gleich bleibendem Preis - verändert", sagt die für Konsumentenschutz verantwortliche LHStv. Gabi Burgstaller. Viele Waschpulver-Packungen und Zahncreme-Tuben wurden bei fast gleich bleibenden Preisen im Mai/Juni vergangenen Jahres in ihrem Volumen reduziert.

Einige signifikante Preissteigerungen wurden aber festgestellt. So kosteten 500 g Rama in einem Geschäft in Lofer (Pinzgau) im November des Vorjahres 1,08 E, heuer im Juni musste man 41 Cent mehr bezahlen. Weitere Produkte, bei denen generell die Preise spürbar erhöht wurden, sind Mazola Keimöl (0,5 l), Darbo Erdbeerkonfitüre (450 g), Henkel Sekt (0,75 l) und Schwarzbrot (1 kg).

Aber: Die Preisunterschiede bei Fleisch und Wurst in Supermärkten und Fleischereien sind enorm. Wie eine Ergebung der nö. Arbeiterkammer (AKNÖ) im Juni zeigt, liege die durchschnittliche Preisdifferenz bei mehr als 100 %. Fleischereien seien dabei nicht unbedingt teurer als Supermärkte, betonte der Leiter der AKNÖ-Konsumentenberatung, Die Preiserhebung der AKNÖ wurde in 149 Supermärkten und 104 Fleischereien in Niederösterreich durchgeführt. Der absolute "Ausreißer" sei der Preis für ein Kilo Schopfbraten geschnitten, der zwischen 3,63 E (49,95 S) und 14,10 E (194 S) lag. red/apa

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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