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Coverstory

02.10.2002

Hick-Hack. Spar will Preisdifferenzen abgegolten bekommen, die sich aus besseren Einkaufskonditionen gegenüber jenen von Maximarkt ergeben.

Teile der Markenartikelindustrie haben Alarm geschlagen: Seit 1. August sind die Maximärkte ein Konzernunternehmen von Spar. Zwar werden Rechnungen noch bis Ende November über die ZEV Markant fakturiert, weil Maximarkt bisher zu dieser Einkaufsgenossenschaft gehörte. Allerdings sagen die Sparianer: Wir können die Waren im Durchschnitt billiger einkaufen. Und diese – hypothetische – Differenz will Spar von der Industrie abgegolten bekommen, in Form von Gutschriften.
Proteste des Markenartikelverbandes folgten. Vor allem ein Satz in den Auflagen des Kartellgerichtes schürte das Feuer: „Die operative Geschäftsführung – insbesondere die Preis- und Einkaufspolitik – dieser Märkte (Maximärkte; d. Red.) … hat im Rahmen einer gesellschaftsrechtlich selbstständigen Gesellschaft unabhängig von anderen Teilen des Spar-Konzerns zu erfolgen (…).“
Auf Anfrage der Handelszeitung klärt Dr. Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar AG, auf: „Der zitierte Satz aus den Auflagen betrifft die Sortiments- und nicht die Einkaufspolitik von Maximarkt. In der ausführlichen Begründung der Kommission ist eindeutig festgehalten, dass Maximarkt gemeinsam mit Spar und zu Spar-Konditionen einkaufen darf. Ansonsten säße Maximarkt für 4 Monate zwischen 2 Stühlen: Die Top-Einkaufskonditionen der ZEV bekommt sie nicht mehr, denn dort wird nur mehr fakturiert; und unsere Konditionen sollen sie auch nicht haben dürfen. Das wurde mit diesem Passus abgefangen.“ Spar kaufe im Schnitt billiger ein als Maximarkt, und das Gutschriften-System sichere das wirtschaftliche Überleben von Maximarkt wäh-rend der 4 Monate Übergangszeit, so Drexel, „das ist absolut rechtens“. Der Markenartikelverband sei informiert worden und habe nicht weiter protestiert.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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