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Coverstory

18.02.2003

AK-Studie. Die „Großen“ im österreichischen Handel hatten auch 2001 Umsatzsteigerungen.

Es geht vielen Handelsbetrieben nicht so schlecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle AK-Studie, in der 84 Betriebe untersucht worden sind. Die Handelszeitung fasst die wichtigsten Branchenergebnisse zusammen. Generelle Erkenntnis: Trotz trister Wirtschaftslage im Vorjahr konnten vor allem die „Großen“ ihre Umsätze steigern (z. B. Billa um 4 %), kommen die Studienautoren zum Schluss.
Die Gewinne der untersuchten Betriebe haben sich 2001 verbessert. So stieg der Jahresüberschuss gemessen an den Umsätzen von 2,1 auf 2,6 %, was vor allem auf die höheren Gewinne im operativen Geschäftsbereich zurückzuführen ist. Ihre Gewinne steigerten z.B. H&M, Hartlauer und Spar.
Die Hälfte der untersuchten Unternehmen konnte 2001 einen Umsatzzuwachs von mindestens 1,99 % erzielen. Die besten 25 % der Unternehmen konnten ihre Umsätze um mindestens 7,63 % erhöhen. Im Jahr 2001 erzielten 38 % der analysierten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Umsätze.
Am deutlichsten zeigt sich die zunehmende Konzentration auf einige wenige große Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel. Dieser wird im wesentlichen von den 2 Marktführern – der Rewe-Austria Gruppe und dem Spar-Konzern – dominiert. Zusammen kommen beide auf einen Marktanteil von über 65 %, d. h. sie erwirtschafteten gemeinsam an die 7,6 Mio. E. Der Anteil der Rewe-Gruppe stieg damit im Jahr 2001 von 34,9 % auf 35,5 %, jener von Spar von 29,9 % auf 31,3 %. Adeg liegt bei einem 12 %-Anteil. Aber auch die Diskonter konnten Marktanteile gewinnen: So dürfte Hofer 2001 mit seinen 255 Filialen einen Umsatz von rund 2 Mrd. E erzielt haben.
Den weitaus größten Kostenfaktor mit einem Anteil von 70,9 % an den Umsatzerlösen stellt der Handelswareneinsatz dar. Hier ist es den Gesellschaften offensichtlich gelungen, deutliche Einsparungen zu erzielen – der Handelswareneinsatz ist um 1,5 Prozentpunkte niedriger als im Jahr zuvor.
Die Personalaufwendungen (ohne Berücksichtigung der Veränderung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung) machen rund 11,3 % der Umsatzerlöse aus und haben sich damit anteilsmäßig um 0,5 %punkte erhöht.
Eine Auswahl der untersuchten Betriebe: Adeg, Hartlauer, Baumax, BP, Kastner, Sochor, Cerny&Nordsee, Spar, Linde, Struppe, DM.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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