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Coverstory

17.03.2003

Warenwelt. Die „Biofach 2003“ sprengte alle Erwartungen: mehr Aussteller, mehr Besucher und der laute Aufruf zum Run auf die Regalflächen im Lebensmitteleinzelhandel.

Von einer kleinen „deutschen Messe für Naturköstler“ entwickelte sich die Nürnberger BioFach in 14 Jahren mit heuer 2000 Ausstellern und 27.000 Fachbesuchern zu einer internationalen Leitmesse der Bio-Branche. Ein „österreichischer“ Trend macht international Schule: Bio-Lebensmittel drängen in die LEH-Regale. Dies zeigte auch das Rahmenprogramm, das sich unter anderem mit der Listung von Bio-Produkten in LEH und Discount beschäftigte. Die Erwartungen der Aussteller zielten ganz auf den Besuch potenter Einkäufer internationaler Handelsketten ab, blieben aber leider unerfüllt, so der Tenor der österreichischen Aussteller. Mit einer Platzierung der Bio-Lebensmittel zwischen konventioneller Ware im LEH will man auf internationaler Ebene die Bio-Gelegenheitskäufer bedienen. Die Anzahl von Unternehmen in Europa, die Bio-Produkte gelistet haben, nimmt ständig zu. Sortimentsbreite und Marketing sind deutlich stärker geworden.
Vor zwei Jahren waren Bio-Sortimente mit 800 bis 1.500 Artikeln international noch die große Ausnahme. Supermarktketten in Deutschland (Tegut), Schweden (Coop) und Dänemark (Coop) erzielen heute bereits zwischen 7,5 % und 10 % ihres Lebensmittelumsatzes mit Bio-Produkten. Den höchsten Marktanteil an Bio-Produkten im LEH haben Österreich, Schweiz, Dänemark, Finnland, Schweden und Deutschland. Die Schweiz und Dänemark erzielen einen mehr als doppelt so hohen Pro-Kopf-Umsatz mit Bio-Produkten, als z. B. Deutschland oder Schweden. Deutschland und Finnland nehmen in Sachen „Vermarktung“ von Bio im LEH eine Ausnahmestellung ein: Sie vermarkten nämlich nicht. In Deutschland gibt es kein national agierendes Unternehmen innerhalb der Top 10 des deutschen LEH, welches den deutschen Bio-Markt aktiv gestaltet und sich explizit über die Vermarktung von Bio-Produkten zu positionieren versucht.
Während in Dänemark der Bioanteil am gesamten Lebensmittelmarkt im Durchschnitt der zehn wichtigsten Produktgruppen umsatzbezogen bereits bei 7 % lag, waren es in Griechenland nur 0,2 %, in Österreich 4,6 %, in der Schweiz (3,1 %), Schweden (2,4 %), Deutschland (2,3 %), Italien (1,1 %) und Frankreich (0,9 %) angesiedelt. Einen großen BioFach-Bericht lesen Sie in der Handelszeitung Nr. 5.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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