Direkt zum Inhalt

Coverstory

12.06.2003

Konzept. Adeg hat vor kurzem die erste Filiale in Österreich speziell für über 50-Jährige eröffnet.

Ein Vorzeigekonzept hat die Handelsorganisation Adeg gemeinsam mit der Agentur Haslinger, Keck in Bergheim bei Salzburg Wirklichkeit werden lassen. Entstanden ist ein 420 m2 großer Adeg-Markt, der mit zahlreichen Zusatzfeatures auf die Bedürfnisse der älteren Generation ebenso eingeht, wie auf jüngere.

Ein wichtiges Ziel ist, dass der Markt von allen Kunden, unabhängig von ihrem Alter, positiv aufgenommen wird. „Er ist kein ‘Markt für alte Leute’ sondern ein Geschäft, das sich mit den Wünschen anspruchsvoller Konsumenten auseinandersetzt. Menschen über 50 haben bereits viele Erfahrungen gemacht und sind daher die Konsumentengruppe, von der wir am meisten lernen und erfahren können. Natürlich hoffen wir auch, dass unsere Pionierarbeit einen positiven Eindruck in der Öffentlichkeit hinterlässt“ legt
Vorstandsdirektor Roland Stübing die Latte hoch.

Umfassend an das Thema „50+ und Handel“ heranzugehen bedeutete auch, Industriepartner für diese Idee zu gewinnen. Vertretern der führenden Markenartikelindustrie wurden Fakten über die Zielgruppe 50+ präsentiert und eine Zusammenarbeit bei der Ermittlung von speziellen Bedürfnissen und Wünsche vereinbart.
Im März 2002 wurden 450 Personen direkt bei Adeg in verschiedenen Filialen Österreichs befragt. Dabei wurde das Einkaufsverhalten des Zielgruppenclusters 50+ im Detail ermittelt. Auch spezielle Anforderungen, die Menschen über 50 an bestimmte Produktgruppen haben, wurden erhoben.

Am 22. Mai 2003 eröffnete in Salzburg/Bergheim der erste Lebensmittelmarkt Österreichs, der speziell auf die Bedürfnisse von Menschen über 50 ausgerichtet ist. 15 Servicevorteile sollen den Kunden das Einkaufen im Adeg 50+ Markt so angenehm wie möglich machen.
Vor einem Jahr wurden 450 Adeg-Kunden über 50 in ganz Österreich zu ihren Einkaufsgewohnheiten und Wünschen an einen Lebensmittelmarkt befragt. Die Ergebnisse fließen nun in den ersten 50+ Lebensmittelmarkt Österreichs ein. Dabei wird auch auf die physiologischen Veränderungen im Alter Rücksicht genommen.

Das Konzept zum Adeg 50+ Markt stammt von H,K 50+, einer Spezial-Unit der Werbeagentur Haslinger, Keck und wurde von Adeg durch 15 Servicevorteile umgesetzt:
- Adeg setzt auf Erfahrung: Alle 14 Mitarbeiter sind älter als 50 Jahre. Im Adeg 50+ Markt gilt das Motto „fragen erwünscht“.
- Rutschfeste Böden sorgen dafür, dass sich Adeg-Kunden auch in der nassen Jahreszeit sicher fühlen.
- Freundliche und heimelige Atmosphäre, erzielt durch ein spezielles Lichtkonzept, das auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist.
- Übersichtlichkeit: Eigens entwickeltes System der Regalordnung erspart langes Suchen.
- Aktionen sind an fixen Plätzen im Markt leicht zu finden.
- Alle Waren sind in gut erreichbarer Höhe angeordnet.
- Größere, besser lesbare Regaletiketten lassen die Preise auch aus größerer Entfernung gut erkennen und eindeutig zuordnen.
- Lupen an den Regalen erlauben es, selbst klein gedruckte Produktinformationen lesen zu können.
- Durch laufende Verkostungen können sich die Kunden von der Qualität der Produkte überzeugen und „unverbindlich“ Produktneuheiten probieren.
- Das Obst und Gemüse im Adeg 50+ Markt ist täglich frisch.
- Eine Internet-Station, die man gratis benützen kann, lädt die Kunden zum Surfen ein. Wenn jemand erste Versuche machen möchte, stehen die Mitarbeiter gerne hilfreich zur Seite.
- Für den kleinen Gesundheits-Check steht ein modernes Blutdruckmessgerät gratis zur Verfügung.
- Die Einkaufswägen im Adeg 50+ Markt rollen besonders leicht und sind mit Bremsen ausgestattet, um das Einladen ins Auto zu erleichtern. Sie verfügen über eine Sitzgelegenheit, die es möglich macht, sich zwischendurch ausrasten zu können.
- Ruhezonen mit Sitzgelegenheit erlauben es, sich zwischendurch ausrasten zu können.
- Das Ein- und Ausladen wird auch durch die breiteren Parkplätze vor dem Adeg 50+ Markt erleichtert. Wie viele andere Punkte des Konzepts, ist diese Bequemlichkeit zugleich auch für junge Adeg-Kunden angenehm. So wird es beispielsweise für Mütter viel einfacher sein, kleine Kinder aus dem Auto zu holen, wenn zwischen den parkenden Autos mehr Platz ist.

Erwartungen und Ziele
Ein wichtiges Ziel ist, dass der Markt von allen Kunden, unabhängig von ihrem Alter, positiv aufgenommen wird. Er ist kein „Markt für alte Leute“ sondern ein Geschäft, das sich mit den Wünschen anspruchsvoller Konsumenten auseinandersetzt. Die Leistungen dieses Marktes zielen darauf ab, ältere Menschen zufrieden zu stellen, um damit insgesamt für alle Kunden, auch für junge, die Markt-Leistungen zu verbessern.
Die Umsatzerwartung liegt bei rund 3 Mio. E, was ein Umsatz-Plus von etwa 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Märkten bedeutet.
Die Adeg-Filiale in Bergheim ist zugleich ein Testmarkt, der zumindest bis Ende 2003 beobachtet wird. Im Erfolgsfall ist geplant, auch andere Märkte nach diesem Konzept auszurichten.
Hubert Pfenninger, Vorstandsdirektor der Adeg AG ist sicher, mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg zu sein: „Im Bereich des Themas 50+ wurde in den letzten Jahren viel theoretisiert. Wir sind sehr stolz darauf die ersten zu sein, die hier auch in der Praxis etwas in Bewegung setzen.“
„Die Errichtung einer neuen Filiale nach dem 50+ Konzept ist, was das Grundgerüst betrifft, nicht teurer als die anderer Märkte. Es sind die kleineren Dinge wie beispielsweise die Internetstation, die Lupen mit integrierter Lampe oder die speziellen Einkaufswägen, die Mehrkosten verursachen“, fügt Roland Stübing, Vorstandsdirektor der Adeg AG, hinzu.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

(v.li.n.re.): Tobias Frank, Geschäftsführer und 1. Braumeister der Ottakringer Brauerei, Alfred Hudler, Vorstandssprecher der Ottakringer Getränke AG und Peter Dobcak, Fachgruppenobmann Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien
Industrie
03.07.2020

Ab sofort gibt es wieder Gelegenheit am Gelände Ottakringer Brauerei mit einem kühlen Bier den Sommer zu genießen. Gestern Abend hat das „Ottakringer Bierfest“ mit dem Eröffnungsevent begonnen. ...

Ja! Natürlich-Urgestein Martina Hörmer gibt die Geschäftsführung ab und wird Markenbotschafterin.
Personalia
02.07.2020

Martina Hörmer, langjährige Ja!Natürlich Geschäftsführerin, wechselt nun aus dem operativen Geschäft in die Rolle der Markenbotschafterin für Ja!Natürlich. Die Geschäftsführung der Ja!Natürlich ...

Hofer-CEo Horst Leitner mit den nun in voll rezyklierbaren Kunststoff verpackten FairHOF-Produkten.
Handel
02.07.2020

Im Rahmen der „Hofer Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.“ hat der Diskonter bereits zahlreiche Maßnahmen zur Materialreduktion sowie Verpackungsoptimierung umgesetzt und ...

(v. l. n. r.): Claus Hofmann-Credner (Marketingleiter bei Almdudler), Gerhard Schilling (Geschäftsführer von Almdudler) und Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (Institutsvorstand und Eigentümer des market instituts) bei der Übergabe des Customer Excellence Awards 2020
Industrie
02.07.2020

In einer market institut-Befragung von 46.000 Konsumenten setzt sich Almdudler mit klarem Abstand gegen 27 weitere Limonademarken durch.

: v.l.: Harald Mießner, Michael Paterno, Marcel Haraszti, Elke Wilgmann, Robert Nagele und Erich Szuchy
Handel
02.07.2020

Mit der neuen Organisationseinheit „Billa Merkur Österreich“ (BMÖ) werden künftig beide Supermarkt-Vertriebsformate des Lebensmittelhändlers aus einer Organisation und einem Unternehmen heraus von ...

Werbung