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Coverstory

03.09.2003

Ladenöffnung. 66 Stunden werden festgeschrieben. Mit Ausnahme von Wien, NÖ und Bgld. halten die Landeshauptleute weitgehend am Status quo fest. Einkaufszentren locken mit langen Einkaufsabenden.

Die Front in den Bundesländern bei den neuen Ladenschlusszeiten bröckelt. Nachdem seit 1. August ein Offenhalten der Geschäfte wochentags von 5.00 bis 21.00 Uhr und am Samstag bis 18.00 Uhr erlaubt ist, reagieren die Länder mit unterschiedlichen Strategien.
Wien, Burgenland und Vorarlberg geben einen Abend pro Woche grünes Licht zum Offenhalten bis 21.00 Uhr, Tirol, Oberösterreich und Kärnten bleiben hart. Niederösterreich schöpft den gesetzlichen Rahmen voll aus.
In der Steiermark erklärte der zuständige Soziallandesrat Kurt Flecker, den bestehenden Zustand fortschreiben zu wollen. Was um 21.00 Uhr gekauft werde, könne auch schon bis 19.30 Uhr erworben werden. In Salzburg soll die entsprechende Verordnung demnächst fertig sein. Aus informierten Kreisen verlautet, dass die künftige Regelung am Samstag – Offenhalten bis 17.00 oder bis 18.00 Uhr – noch nicht fix sei.

Länder haben Hoheit
Auf Grund des auch vom Bundesrat abgesegneten Öffnungszeitengesetzes dürfen Geschäfte seit August von Montag bis Freitag von 5.00 Uhr bis 21.00 Uhr und an Samstagen von 5.00 bis 18.00 Uhr offen halten, wenn es von den Ländern dazu keine einschränkenden Verordnungen gibt. Auch die Erweiterung des Wochenrahmens von derzeit 66 auf 72 Stunden ist möglich, wird aber nirgends angestrebt.

Langer Donnerstag in der SCS in Niederösterreich
Ab September 2003 hat die Shopping City Süd (SCS) südlich von Wien jeden Donnerstag bis 21.00 Uhr und jeden Samstag bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Mieter und Eigentümer der SCS seien davon überzeugt, dass die neuen Öffnungszeiten rasch angenommen werden, da sie von den Kunden vehement gefordert würden, so Zentrumsleiter Christoph Adamek.
Das seit 1. August gültige neue Ladenöffnungsgesetz dürfte in Wien vor allem auf den Bahnhöfen spürbar werden. Den dortigen Lebensmittelgeschäfte ist jetzt nämlich der Verkauf von mehr als nur „Reiseproviant“ auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten erlaubt.

Weiter keine Entscheidung gibt es in Wien in Sachen Ladenöffnung am Samstagnachmittag. Die dazu notwendige Einigung der Sozialpartner auf einen KV-Zuschlag für die Handelsangestellten steht noch aus.
Ab sofort haben die 70 Geschäfte in der Wiener „Lugner City“ jeden Freitag bis 21.00 Uhr geöffnet. Ab 30. August soll auch am Samstag um eine Stunde länger – bis 18.00 Uhr – geöffnet bleiben.

Bei der Ladenöffnung geht der Widerstand in den Bundesländern gegen die seit Anfang August mögliche Ausweitung langsam zurück. Wien und das Burgenland wagten einen kleinen Schritt: Bis Jahresende befristet, wollen sie an einem beliebigen Tag pro Woche das Einkaufen von 6.00 bis 21.00 Uhr erlauben, so das Ergebnis eines Ostregion-Gipfels im Wiener Rathaus. Auch die Samstagöffnung bis 18.00 Uhr soll bei den Sozialpartnern Zustimmung bekommen. Vorgeprescht ist Niederösterreich, dort wird der bundesgesetzliche Rahmen voll ausgeschöpft.

66 Stunden sind genug
Auf Grund des vom Bundesrat abgesegneten Öffnungszeitengesetzes dürfen Geschäfte seit Anfang August von Montag bis Freitag von 5.00 Uhr bis 21.00 Uhr und an Samstagen von 5.00 bis 18.00 Uhr offen halten, wenn es von den Ländern dazu keine einschränkenden Verordnungen gibt. Auch die Erweiterung des Wochenrahmens von derzeit 66 auf 72 Stunden ist möglich, wird aber nirgends angestrebt. Derzeit ist das Offenhalten österreichweit einheitlich wochentags von 6.00 bis 19.30 Uhr und samstags von 6.00 bis 17.00 Uhr erlaubt.

In den westlichen und südlichen Bundesländern wird sich durch die Liberalisierung der Öffnungszeiten voraussichtlich nichts ändern. Die Ausnahme bildet Vorarlberg: Dort haben sich die Sozialpartner geeinigt, das Aufsperren an einem Abend pro Woche zwischen Montag und Freitag bis 21.00 Uhr zu ermöglichen. Lediglich der verlängerte Samstag wird in Vorarlberg nicht kommen. In Tirol, Oberösterreich und Kärnten wird der Status-quo festgeschrieben, in der Steiermark und Salzburg voraussichtlich ebenfalls, allerdings gibt es dort noch Diskussionen über Details.
In der Steiermark erklärte der zuständige Soziallandesrat Kurt Flecker, den bestehenden Zustand fortschreiben zu wollen. Was um 21.00 Uhr gekauft werde, könne auch schon bis 19.30 Uhr erworben werden.
In Salzburg soll die entsprechende Verordnung demnächst fertig sein. Aus informierten Kreisen verlautet, dass die künftige Regelung am Samstag – Offenhalten bis 17.00 oder bis 18.00 Uhr – noch nicht fix sei.
In Kärnten wird es definitiv keine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten geben. Landeshauptmann Jörg Haider hat mehrmals betont, dass die bisher geltenden Öffnungszeiten mit Verordnungen festgeschrieben werden.
In Oberösterreich ist die Verordnung, mit der der Status-quo bei den Öffnungszeiten festgeschrieben wird, bereits fertig und mit Anfang August gültig. Die Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Oberösterreich hat allerdings erklärt, sie habe für den Fall, dass es zu einem Kaufkraftabfluss in Richtung Niederösterreich kommen sollte, einen Stufenplan ausgearbeitet.
Ab September 2003 hat die Shopping City Süd (SCS) südlich von Wien jeden Donnerstag bis 21.00 Uhr und jeden Samstag bis 18.00 Uhr geöffnet.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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