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Coverstory

13.11.2003

Studie. Was, wie und wie gesund essen die Österreicher? Antworten gibt der aktuelle Bericht vom Institut für Ernährungswissenschaften.

Die österreichische Bevölkerung ernährt sich nach wie vor sehr traditionsbewusst und deftig. Fleisch und Fleischprodukte sind beliebt. Pro Kopf und Monat werden 5 kg Schweinefleisch verbraucht. Dagegen liegt der Fischverbrauch bei nur 450 g pro Kopf und Monat. Der Verbrauch von Gemüse, Obst aber auch Fisch ist ansteigend. Insgesamt nimmt auch der Verbrauch von Weizen als Brotgetreide zu, Roggenbrot zeigt jedoch eine fallende Tendenz. Stark steigende Tendenz zeigen pflanzliche Öle.

Das Interesse an nährstoffangereicherten Lebensmitteln nimmt sowohl von Seiten der Konsumenten als auch von Seiten der Lebensmittelproduzenten ständig zu. Dementsprechend wird das Angebot am Markt immer umfangreicher. Gentechnisch veränderte Lebensmittel haben immer noch geringe Akzeptanz. Die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt sändig an. Der geschätzte Marktanteil soll 2025 bereits 5-10% betragen. Die Mehrheit der Österreicher greift zumindest gelegentlich zu Bioprodukten.

Das Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen jetzt den Ernährungsbericht 2003 veröffentlicht.
Themen sind neben der Erhebung des Ernährungszustandes der Österreicher, die Entwicklung des Lebensmittelverbrauchs der letzten 5 - 10 Jahre. Aspekte der Lebensmittelqualität werden ebenso behandelt wie die Themen Trinkwasser, gentechnisch veränderte Lebensmittel, Bioprodukte, Zusatzstoffe etc.

Was essen Österreicher
Im Rahmen der Studie wurden auch die Verzehrsmengen von verschiedenen Lebensmittelgruppen erhoben. Dabei zeigte sich, dass vor allem Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, wie Gemüse, Brot, Milch und Milchprodukte, in viel zu geringem Umfang konsumiert wurden. Insgesamt essen wir zu wenig pflanzliche Lebensmittel. Im Gegensatz dazu zeigte sich bei allen Altersgruppen ein hoher Verzehr an Fleisch und Wurst, wobei Männer viel häufiger zu dieser Lebensmittelgruppe greifen.

Das Interesse an nährstoffangereicherten Lebensmitteln nimmt sowohl von Seiten der Konsumenten als auch von Seiten der Lebensmittelproduzenten ständig zu. Dementsprechend wird das Angebot am Markt immer umfangreicher. Eine Erhebung ergab, dass 73 % der insgesamt 500 verschiedenen am österreichischen Markt befindlichen angereicherten Produkte mit Vitamin C angereichert sind. Damit kommt dieses Vitamin mit Abstand am häufigsten zum Einsatz, obwohl der Ernährungsstatus der Bevölkerung mit Vitamin C als gut eingesuft werden kann. Im Rahmen einer Befragung wurde erhoben, dass rund 60 % der Erwachsenen einer Nährstoffanreicherung von Lebnemsitteln eher skeptisch gegenüberstehen. Die „Unnatürlichkeit“ solcher Produkte und eine „ausreichend gesunde Ernährung“ wurde als Begründung für die ablehnende Haltung angeführt. Als Argument für den Kauf wurde das „Wohlbefinden“ und etwaige „Nährstoffdefizite aufzufüllen“ genannt.

Eine weitere Österreichweit durchgeführte Fragebogenerhebung (n=1700) zeigt eine gestiegene Akzeptanz von nährstoff angereicherten Lebensmitteln (NAL). Rund 50 % des befragen Kollektivs gaben an, solche Produkte zu kaufen. Die Anreicherung der Lebensmittel erfolgt, so der Bericht, meist willkürlich und besondere Belange von etwaigen Risikogruppen, wie z. B. alte Mensche, werden zu wenig beachtet. Bei Mikronährstoffen wie z. B. Folsäure, bei denen eine Anhebung der Zufuhr durchaus sinnvoll wäre, ist wiederu die Dosierung zu gering. Auch Light Produkte gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zu den Hauptkonsumenten von „light“ Produkten zählen Frauen, Adipöse und Personen mit höherem Bildungsniveau.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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