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Coverstory

10.12.2003

Insellösung ist das Unwort des Jahres in Deutschland. Für Einweg-Getränkeverpackungen gibt es kein einheitliches, sondern mehrere konkurrierende Rücknahmesysteme.

Jahrelang hat das so genannte „Duale System“ in Deutschland gute Dienste geleistet. Einweg-Getränkeverpackungen wurden über ein flächendeckendes Sammelsystem entsorgt. Seit heuer ist damit zumindest für kohlensäurehältige Getränke wie Bier, Mineralwasser und Limonaden Schluss. Weil die vor mehr als zehn Jahren festgechriebenen Mehrwegquote von 72 Prozent nicht mehr zu erfüllen war, verordnete der deutsche Umweltminister ein Zwangspfand für Einweggetränkeverpackungen.
Was zunächst als schlüssige Maßnahme angesehen wurde, entpuppte sich in der Praxis als einer der nachhaltigsten Eingriffe in die Wirtschaft.
Innerhalb weniger Monate wurde das Duale System destabilisiert, Einweg-Getränkeverpackungen – insbesonder Dosen – sind weitgehend vom Markt verschwunden, ausländische Anbieter von EW-Getränken haben mit Handelshemmnissen zu kämpfen, und zu schlechter Letzt sind bereits tausende Arbeitsplätze verloren gegangen.
Von einem einheitlichen Rücknahmesystem für EW-Getränkeverpackungen kann indessen keine Rede sein. Jede Handelsorganisation verfolgt ein eigenes System, manche listeten EW gänzlich aus, andere brachten eigene EW-Verpackungen in ihre Regale. Die Notwendigkeit, nach Handelskette getrennt sammeln, sowie Bons oder Jetons verwalten zu müssen, führte bei den Konsumenten zu Unverständnis und Verärgerung.
Verbraucher, der Handel, die Industrie und ausländische Mitbewerber fordern vehement ein Ende dieses Systems. Jetzt soll die deutsche EW-Pfand-Regelung durch die EU-Kommission auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden. Die Kommission hat in Straßburg ein entsprechendes Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.
Und siehe da: Das Österreichische Modell, also eine Kombi-Quote für wiederverwendbare und wiederverwertbare EW-Verpackungen, gilt nun als wünschenswerte Alternative.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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