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Coverstory

15.01.2004

Ernährungstrends 2003. Das deutsche Marktforschungsinstitut Rheingold hat die wichtigsten Ernährungstrends im deutschsprachigen Raum auf den Punkt gebracht.

Rheingold nimmt die Lebensmittelbranche seit Jahren unter dem Aspekt neuer Entwicklungen und Trends genau unter die Lupe und stellte zur Anuga 6 Thesen auf. Sie können der Markenartikelindustrie als Leitfaden dienen, um im Match mit den Handelsmarken zu punkten.

Die Rheingold-Thesen zu den aktuellen Ernährungstrends:
1. Die De-Rhythmisierung des Ernährungsverhaltens schreitet weiter fort. Feste, rituelle Mahlzeiten lösen sich immer weiter auf. Ernährung muss sich immer besser in situative Freizeit- und Arbeitskontexte einpassen. Damit sind psychologisch betrachtet drei übergreifende Konsequenzen verbunden: Miniaturisierung von Food und Getränken; Bagatellisierung von Food und Getränken, damit sie im Nebenbei konsumierbar sind; Food und Getränke müssen optisch ansprechend und jederzeit vorzeigbar sein und sollen nicht nach Ernährung aussehen.
2. Im Zuge der De-Rhythmisierung übernehmen Food und Getränke immer mehr psychische Funktionen. Drei Food- und Getränketypen haben in Zukunft Konjunktur: Food und Getränke als situatives Therapeutikum, als ständige Wegbegleiter und als Inszenierungsmittel. Das Flair, die Profilierungsmöglichkeit, das Herstellungsverfahren und der Verzehrhabitus sind hier wichtig.
3. Bei den herkömmlichen Mahlzeiten verstärkte Wünsche nach Auswahlerleichterung und Orientierung im Sinne eines Menüplans und nach bequemer Zubereitungserleichterung.
4. Lebensmittelskandale führen nur zu kurzfristigen Umstellungen des Ernährungsverhaltens. Das periodische Aufsuchen von externen Sündenböcken beschwichtigt das eigene schlechte Ernährungsgewissen.
5. Das Kaufverhalten spaltet sich weiter. Die Grundbedarfdeckung verlagert sich in Richtung Discount, daneben nimmt der demonstrative Einkauf von Frischware im Bioladen zu.
6. Viele klassische Food- und Getränkemarken haben ihre psychologische Stimmigkeit und ihr Kompetenzprofil durch ihre Aufsplitterung in zahllose Line Extender und Produktvarianten geschwächt. Sie werden zudem in die Zange genommen von einerseits Handelsmarken, die zum Teil einfacher, basischer und alltagsnäher wirken, andererseits durch neue internationale Spezialmarken, die fokussierter, besonderer und profilierter auftreten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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