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Coverstory

28.01.2011

Lebensmittelhandel. Konzentration in den Beitrittsländern noch gering.

Ähnlich wie in Westeuropa dürfte sich auch in den EU-Beitrittsländern die Konzentration im LEH fortsetzen. Schon jetzt dominieren die großen internationalen Player die Märkte in Mittel- und Osteuropa, und daran wird sich auch nach dem 1. Mai 2004 nichts ändern. Bisher ist die Marktkonzentration in diesen Ländern aber nur in Slowenien annähernd so stark wie in Österreich, wo die 10 größten Supermarkt-Ketten (nach Vertriebslinien)
84 % des Marktes kontrollieren.

In Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn sind die meisten großen multinationalen Einzelhandelsketten schon präsent und haben ihre Claims abgesteckt, wie aus einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstitutes Fessel-Gfk hervorgeht. Die Märkte in Westeuropa sind weitgehend gesättigt, im Osten aber ist für Metro, Lidl, Carrefour, Ahold oder Tesco noch einiges zu holen. Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat schon vor 10 Jahren seine ersten Cash&Carry-Märkte in Ungarn und Polen eröffnet. Inzwischen sind auch die Konzerntöchter Praktiker (Baumarkt), Media/Saturn (Elektrohandel), und die Real-Supermärkte vor Ort.
Die Rewe-Gruppe erwirtschaftet in Osteuropa mit 2,4 Mrd. E bereits rund ein Viertel ihres Westeuropa-Umsatzes. Der Drogerie-Konzern Schleck-
er will noch heuer in 5 mitteleuropäischen Ländern Niederlassungen eröffnen. Der deutsche Discounter Lidl hat seine Ost-Expansion in Polen begonnen und hat dort bereits rund 80 Filialen – Ungarn und Tschechien sollen demnächst folgen. Der Aldi-Konzern (in Österreich mit Hofer vertreten) ist bis dato dort noch nicht aktiv tätig. Wie sich die Global Player die Märkte in den neuen EU-Ländern aufteilen, steht unter www.lebensmittelhandel.at.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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