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Coverstory

26.05.2004

Handelsangestellte. Eine aktuelle Wifo-Studie deckt auf: Die Arbeitsplätze im Handel sind unsicherer als in anderen Branchen.

Die Arbeitsplätze im Handel sind unsicherer als in anderen Branchen, das Risiko in der Arbeitslosigkeit zu landen, ist um ein Drittel höher. Jedes zweite Beschäftigungsverhältnis in den Handelsbetrieben wird innerhalb eines Jahres beendet, geht aus einer aktuellen Wifo-Studie hervor. Dieses überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeitsrisiko ist vor allem im Einzelhandel besonders ausgeprägt.
Dazu komme, dass Teilzeit und geringfügige Beschäftigung im Handel für immer mehr Arbeitnehmer zu einem Dauerzustand werden, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel. Gemeinsam mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) werden „faire Verhältnisse und ein Verbesserung der Arbeitssituation für alle Beschäftigten im Handel“ gefordert.
Im Durchschnitt der Jahre 1995 bis 2002 wurden laut Wifo-Studie 47,4 % der Arbeitsverhältnisse im Handel (einschließlich Kfz-Handel) binnen eines Jahres beendet. Im Einzelhandel waren es 52 %, bei den großen Lebensmittelhandelsketten bis zu 60 %. In der Industrie waren es vergleichsweise mit 36 % deutlich weniger. In der gesamten Wirtschaft liegt der Anteil bei 44 %.
Als Folge der „Atypisierung“ der Beschäftigung im Handel ist laut Wifo-Studie das Lohnniveau der Handelsbeschäftigten abgesunken.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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