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Coverstory

18.01.2005

Bundeswettbewerbsbehörde wehrt sich gegen Verharmlosung der Vorfälle im Lebensmittelhandel. Walter Barfuß verspricht eine Abrechnung mit Handel und Industrie.

Mein Bericht wird Anfang des nächsten Jahres vorliegen, und da werden mit Sicherheit Handel und Industrie einiges abbekommen“, verspricht der Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), Prof. DDr. Walter Barfuß. Das Verhältnis zwischen Handel und Lieferanten war heuer der Aufreger des Jahres und das meistdiskutierte Thema der Branche. Aufgrund von Äußerungen der Handelsbosse konnte man zuletzt aber den Eindruck gewinnen, dass die ganze Geschichte nur ein Sturm im Wassserglas gewesen sei. Spar-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel begrüßte die Ermittlungen der BWB und sieht sie „im positiven Sinne bewusstseinsbildend für die gesamte Branche“, Veit Schalle, Generalbevollmächtigter von Rewe Austria, ist gar der Meinung, es habe sich „alles in Luft aufgelöst“. Der vermeintliche Weihnachtsfriede täuscht aber. „Von Wohlgefallen kann keine Rede sein“, so Barfuß. Es gehe ihm nicht darum, den Handel wegen Einzelfällen vor das Kartellgericht zu bringen, sondern vielmehr um eine „nachhaltige Verbesserung des Sittenbildes.“ Er, Barfuß, sei froh, dass sich die Medien dieses Themas so ausführlich angenommen haben, denn dadurch sei ein Tabu gebrochen worden. Die Berichterstattung einerseits und die Nachforschung der BWB andererseits „haben Wirkung gezeigt“, so Barfuß.

Das Verhältnis zwischen Handel und Lieferanten habe sich merklich entspannt. Nun gelte es, diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Um das zu erreichen, wird Barfuß in den nächsten Tagen mit den Handelschefs eindringliche Gespräche führen. Verärgert sei er aber auch über die Lieferanten, die in anonymen Berichten Mißstände aufzeigten, bei Vernehmungen dann aber nichts mehr davon wissen wollten. So bleibe ihm nur die Möglichkeit, „die daraus zu ziehenden Schlüsse zu veröffentlichen.“ Nachzulesen im Jänner 2005 auf www.bwb.gv.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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