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Coverstory

02.05.2005

Podiumsdiskussion. Rewe-Vorstand Sanktjohanser setzt weiterhin auf Österreich.

Wenn der Rewe-Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender der Rewe Austria, Josef Sankjohanser, auf der österreichichen Wirtschaftsuniversität zu einem Referat geladen ist, dann lauscht nicht nur die Führungsriege der Rewe seinen Worten, sondern auch der Mitbewerb aus Salzburg.
Im Rahmen des Gewinn-Forums auf der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema: „Landwirtschaft und Handel im Spannungsfeld zwischen Regionalität und Internationalität“ sprach Univ.-Prof. Dr. Günter Schweiger über heimatliches Image im internationalen Kontext und die Herkunfts-Positionierung österreichischer Produkte.

Bundes- und Lebensminister Dr. Josef Pröll, zuständig für Landwirtschaft, stellte in seinem Vortrag die Frage, ob es überhaupt ein Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Handel gibt und setzt dezitiert auf einen Schulterschluss zwischen den Beteiligten aus Landwirtschaft, Handel, Verarbeitung und den Konsumenten. „Dieses Zusammenspiel ist ein Garant für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung der Regionen“, so Pröll.
Rewe-Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender der Rewe Austria, Josef Sanktjohanser, betonte beim Gewinn-Forum, dass Rewe Austria weiterhin eine bedeutende Rolle in der Auslandsstrategie spielen wird. Die fortschreitende Internationalisierung und der geografische Standortvorteil von Österreich bieten Rewe Austria und der heimischen Landwirtschaft Chancen für ein erfolgreiches Engagement im europäischen Markt.
„Die Entscheidungskraft über das operative Geschäft ist am besten dort aufgehoben, wo das Wissen um den Verbraucher am größten ist – und das ist vor Ort“, bekräftigte Sanktjohanser.

Wenn es um Expansion und Erschließung von Wachstumspotenzialen in Osteuropa gehe, werde Rewe Austria auch zukünftig eine zentrale Rolle einnehmen. Während in Köln die Konzern-Strategie für die Rewe-Auslandsexpansion entwickelt wird, ist die in Wiener Neudorf angesiedelte Eurobilla für das operative Geschäft des jeweiligen Managements vor Ort verantwortlich. Im Jahr 2004 haben allein die 210 Billa-Märkte in Osteuropa ihren Umsatz um 9% auf 1 Mrd. Euro gesteigert. 2005 sollen weitere 80 Neueröffnungen von der Slowakei und Kroatien bis nach Russland und der Ukraine folgen. „Wir haben in der Vergangenheit bei Eurobilla und unseren Aktivitäten in Osteuropa sehr stark auf österreichische Manager gesetzt. Diesen Kurs werden wir selbstverständlich auch zukünftig beibehalten, denn das Billa-Management hat den Auslandserfolg der Rewe entscheidend mitbegründet“, so Sanktjohanser.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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