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Coverstory

14.11.2005

DFH. dm-drogeriemarkt plädiert im Namen der Branche für den Vertrieb von mehr rezeptfreien Arzneimitteln.

Das Thema „Verkauf von rezeptfreien Arzneimitteln im Drogeriefachhandel“ ist noch lange nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: dm-drogeriemarkt nimmt eine Vorreiterrolle ein und präsentiert eine Untersuchung (marketagent), die besagt, dass 80% der Österreicher für eine Ausweitung des Arznei-Sortiments bei dm-drogeriemarkt wären. „Wir haben konstruktive Gespräche mit dem Ministerium, Vertretern des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, der Arbeiterkammer und den großen Pharmafirmen geführt“, so Manfred Laaber, Geschäftsleitung dm-drogeriemarkt. Die von dm zitierte „Apotheke des kleinen Mannes“ ist laut Unternehmsaussagen eine Frage der Zeit, denn ein Vergleich mit Deutschland zeigt deutlich, dass dort dm 176 rezeptfreie Arzneimittel in Selbstbedinung verkauft. Hierzulande bietet dm 40 rezeptfreie Arzneimittel an, diese müssen jedoch in verschlossenen Schränken aufbewahrt werden und dürfen nur in Bedienung abgegeben werden. Ziel ist ist es, alle 2300 in Österreich zugelassenen rezeptfreien Arzneimittel verkaufen zu dürfen. „Dazu kommt, dass die österreichische Drogistenausbildung im deutschsprachigen und europäischen Raum eine der besten ist, das heißt die Kompetenz des Personals ist gegeben“, so Laaber.Ausbau der AnteileNeben den Bemühungen um die rezeptfreien Arzneimittel macht sich dm weiter fit für die Zukunft. Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2004/05 mit seinen verbundenen Ländern (100%ige Tochterunternehmen der österreichischen Gesellschaft in Italien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien und Serbien) 910 Mio. Euro und somit einen Umsatzzuwachs von 8% erwirtschaften. 469 Mio. Euro wurden in Österreich, 441 Mio. Euro in den verbundenen Ländern umgesetzt. Damit konnte der Marktanteil von dm im DFH erneut ausgebaut werden und liegt heute laut Manfred Laaber bei etwa 35%. Im nächsten Jahr wird die Expansion und Investition kräftig ausgebaut. „Wir wollen den erfolgreichen Weg mit weiteren Filialeröffnungen und dem qualitativen Ausbau unseres Filialnetzes fortsetzen und so unsere bedeutende Marktposition in Mittel- und Südosteuropa weiter festeigen“, meint Laaber. In Österreich werden auch im nächsten jahren Filialen in der Größenordnung von heuer – da waren es 48 – dazukommen. Die Investitionen, die gesamt um etwa 11 Mio Euro auf 48 Mio. Euro ansteigen werden, fließen zum Großteil in die Erneuerung der bestehenden Filialen, sowie ein großer Anteil in die technologische Entwicklung, als auch ins Verteilerzentrum Enns.

dm-drogeriemarkt Geschäftsjahr 2004/05
Umsatz Österreich: 469 Mio E
Umsatz Österreich & verbundene Länder: 910 Mio. E
Filialen Österreich: 328
Filialen Österreich & verbundene Länder: 843
Mitarbeiter Österreich: 4.273
Mitarbeiter Österreich & verbundene Länder: 8.587

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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