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Coverstory

04.10.2006

Wer wird Dirigent bei der Adeg?
Rückkauf. Die deutsche Edeka als Mehrheitseigentümer der Adeg hat den Rückzug aus dem Ausland beschlossen. Erfolgt der Rückkauf in Österreich durch die Adeg-Genossenschaft?

In der Gerüchteküche der Adeg in Österreich brodelt es immer stärker: Verkauft die Edeka Südbayern ihre Anteile? Kauft die Adeg-Genossenschaft diese Anteile zurück?
Seit dem Jahr 2000 befindet sich die Adeg Österreich zu je 37,5% in der Hand der Edeka Handelsgesellschaft Südbayern mit Sitz in Ingolstadt und der Edeka Chiemgau mit Sitz in Trostberg. Die übrigen 25% gehören der Österreichischen Adeg Genossenschaft. Nun geht aus diversen Medienberichten hervor, dass die Edeka sich aus dem Ausland und somit auch aus Östererich zurückziehen möchte. „In Tschechien, Polen und Frankreich wurde das Filialgeschäft ja bereits verkauft“, so Adeg-Vorstand Andreas Poschner. Ob es in Österreich ebenfalls zu einem konkreten Rückzug kommen wird, wird mit größter Wahrscheinlichkeit am 19. September in Ingolstadt beschlossen. Die deutsche Edeka will sich im Zuge eines Umstrukturierungsprozesses aus dem Ausland zurückziehen und bis auf eine Minderheitsbeteiligung in Dänemark ganz auf das Filialgeschäft in Deutschland konzentrieren.
In Österreich hat sich parallel die Adeg Genossenschaft zur alljährlichen Generalversammlung zusammengefunden, bei der folgender Vorratsbeschluss gefasst wurde: Sollten die Edeka-Südbayern-Anteile an der österreichischen Adeg zum Angebot stehen, will man für einen Rückkauf gewappnet sein. Der Rückkauf soll zum Teil aus einer Kapitalerhöhung bei der Adeg-Genossenschaft finanziert werden. Gezeichnet werde sie von den größeren Adeg-Kaufleuten, die fünf Jahre Zeit haben, um die Summe aufzubringen, berichtet der Standard. Der zweite, größere Teil soll über Fremdkapital aufgebracht werden.
Von wo spielt in Zukunft die Musik?
Mehr österreichische Musik spielt hingegen im personellen Bereich, denn statt dem bisherigen Aufsichtsratschef Hans-Georg Maier nimmt der bisherige Aufsichtsrats-Stellvertreter Herbert Hubmann diese Agenden wahr. Derzeit kann die Adeg auf 650 selbstständige Kaufleute verweisen. Dem gegenüber stehen 109 Regiebetriebe. „In den vergangenen Monaten haben 4 Kaufleute einen Filialbetrieb übernommen und die Strategie geht weiter“, so Poschner.
Entscheidung noch nicht gefallen
Ebensfalls im Gespräch sind die 23 Edeka-Center (Magnet-Märkte), die zum Verkauf stehen. Laut Berichten soll die Entscheidung zwischen Billa und Spar fallen. Man erwartet, dass es kartellrechtlich-konform zu einer Aufteilung unter den beiden Marktführern kommt.
Aus den beiden Zentralen hört man jedoch noch keine Entscheidung. Mag. Corinna Tinkler, Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation Rewe Group Austria: „Wir sind interessiert und haben entsprechende Unterlagen erhalten, die von uns geprüft werden.“
Und Mag. Nicole Berkmann, Unternehmenssprecherin der Spar WarenhandelsAG und Leiterin der Unternehmenskommunikation dazu: „Wir haben Unterlagen erhalten und prüfen diese“.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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