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D-A-CH–Studie zum Ernährungsverhalten

03.08.2009

Im Rahmen einer groß angelegten Mehrländerstudie hat Marketagent.com, Österreichs führendes Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut, das Ernährungsverhalten von 5.370 Personen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz untersucht.

Maßnahmen, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren

Ergebnis: In den letzten Jahren lässt sich in diesen Ländern ein starker Trend in Richtung einer gesundheitsbewussten Ernährung beobachten. Neun von zehn Umfrage-Teilnehmern versuchen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, mehr als drei Viertel aller Befragten haben deswegen ihre Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahren umgestellt. In Österreich essen vier von fünf Personen heute gesünder als noch vor ein paar Jahren. Nirgendwo anders wird auch so großer Wert auf die Herkunft von Lebensmitteln gelegt wie in Österreich. Acht von zehn Österreichern schauen beim Lebensmittelkauf zumindest eher darauf, dass heimische Produkte in den Einkaufskorb kommen. Vor allem bei Obst, Gemüse und Eiern wird hierzulande auf eine ökologische Herkunft geachtet.

Die Österreicher, Deutschen und Schweizer sind ein äußerst ernährungsbewusstes Volk, so das Ergebnis einer aktuellen Mehrländer-Studie von Marketagent.com, Österreichs führendem Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut. Neun von zehn Österreichern, Deutschen und Schweizern versuchen laut Umfrage, sich gesund und ausgewogen zu ernähren (Top-2-Box "sehr/eher wichtig": 91,3%). Für jeden Zeiten ist es sogar "sehr wichtig", richtig zu essen (47,6%). Mehr als drei Viertel aller Befragten haben deswegen ihre Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahren umgestellt ("Meine Ernährung ist jetzt viel/eher gesünder und ausgewogener": 77,8%). In Österreich essen vier von fünf Personen heute gesünder als noch vor ein paar Jahren (79,2%).

Befragt nach dem WARUM, zeigt sich, dass die drei wichtigsten Gründe für eine Ernährungsumstellung die Steigerung des körperlichen Wohlbefindens (62,2%), die Vorbeugung von gesundheitlichen Problemen (60,7%) sowie das erhoffte Purzeln von Kilos (56,2%) sind. Während die älteren Generationen vor allem ihre Gesundheit stärken und ihre Figur behalten wollen, argumentieren die Jungen auch vergleichsweise oft mit Schuldgefühlen, da sie bei Ernährungssünden häufiger das schlechte Gewissen plagt als die anderen Altersgruppen.

Weniger Süßes, dafür mehr trinken und viel Obst und Gemüse essen

Um sich gesund und ausgewogen zu ernähren, wird maßnahmenstechnisch vor allem auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr (70,9%), viel Obst und Gemüse (63,3%), wenig Süßes (53,5%) sowie auf Abwechslungsreichtum beim Essen (61,3%) geschaut. Ein Blick auf die Ernährungsgewohnheiten zeigt: Zwei Drittel der Österreicher, Deutschen und Schweizer essen mindestens einmal täglich Obst und Gemüse (63,5%) und jeder Zweite trinkt mehr als eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag (50,0%). Rund 40 Prozent setzen bei ihrer Ernährung weiters auf Vollkornprodukte (41,8%) oder einmal wöchentlich Fisch (39,7%) bzw. versuchen, sich am Abend den Bauch nicht zu voll zu schlagen (43,7%). Auch den salzigen Knabbereien entsagen vier von zehn Österreichern, Deutschen und Schweizern zugunsten einer gesunden und ausgewogenen Ernährung lieber (37,8%). Jeder Vierte achtet außerdem darauf, weniger Fleisch zu konsumieren (25,3%), eher auf fettreduzierte Produkte zurückzugreifen (24,0%), Vitamin- bzw. Mineralstoffpräparate zu sich zu nehmen (23,2%) oder die tägliche Kalorienzufuhr kritisch im Auge zu behalten (23,0%).

Österreichern ist die Herkunft von Lebensmitteln am wichtigsten

Der Ländervergleich macht deutlich: Beim Essen achten die Österreicher viel stärker auf die Herkunft der Lebensmittel als ihre Nachbarn. "Für jeden zweiten Befragten aus der Alpenrepublik ist es sehr wichtig, dass die Produkte aus unserer Region stammen. Acht von zehn Österreichern achten beim Lebensmittelkauf zumindest eher darauf, dass heimische Produkte in den Einkaufskorb kommen", fasst Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, die länderspezifischen Unterschiede der Studie zusammen.

Auch beim Thema Gentechnik und ökologischen Lebensmitteln nehmen die Österreicher gegenüber ihren Nachbarstaaten einen deutlich kritischeren Standpunkt ein. "Für sieben von zehn Österreichern kommen bestmöglich nur gentechnikfreie Lebensmittel auf den Tisch. Den Kauf von Bio-Produkten ganz allgemein halten knapp über 60 Prozent für wichtig. Vor allem bei Obst, Gemüse und Eiern wird hierzulande auf eine ökologische Herkunft geachtet, gefolgt von Milchprodukten sowie Fleisch und Wurst", so Thomas Schwabl. Laut Studienergebnis schauen rund 40 Prozent der Ösis zumindest eher darauf, im Geschäft auf Bio-Produkte anstatt auf herkömmliche Lebensmittel zu greifen (Top-4-Box-Wert auf einer 10-stufigen Skala: 41,5%). Nach wie vor der größte Hemmfaktor beim Kauf von Bio-Produkten ist der Preis. Für jeden zweiten Österreicher stellt dieser einen "sehr großen Nachteil" gegenüber konventionell hergestellten Lebensmitteln dar (Top-Box "sehr großer Nachteil: 48,8%).


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Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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