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Paprika hält mit knapp 80 Prozent den größten Umsatzanteil

Dank Qualität und Produktneuheiten auf einem guten Weg

06.04.2017

Ideale Wetterbedingungen und neue Produkte haben Seewinkler Sonnengemüse 2016 ein Umsatzplus von  rund 15 Prozent beschert. Die strategische Sortiment-Erweiterung  ist auch heuer ein Thema, umsatzstärkstes Produkt ist und bleibt der Paprika.

Das vergangene Gemüsejahr war ein sehr erfolgreiches Jahr für Seewinkler Sonnengemüse und ihre rund 60 Gemüsebauern. Die Anbauversuche der letzten Jahre machen sich positiv bemerkbar, außerdem hat im Vorjahr das Wetter mitgespielt. Absoluter Renner des Vorjahres was das gemeinsam mit Starkoch Roland Trettl hergestellte „Spitzpaprika-Ketchup“ ketch´me´up, das in allen Merkur-Märkten und im gut sortierten Feinkosthandel verkauft wird. Bei der Produktion des ketch´me´up wird besonders auf Nachhaltigkeit und die Schonung der Ressourcen geachtet – es werden auch jene roten Spitzpaprika und grünen Pfefferoni verwendet, die aufgrund ihrer Form und Größe nicht in den Handel gelangen. Einen guten Start haben 2016 auch die Zuckermelonen hingelegt, und bleiben daher 2017 im Sortiment.

Wichtigster Umsatzbringer Paprika

Auch 2017 wird der burgenländische Gemüseproduzent in Wallern die Erweiterung des Sortiments weiterführen – immerhin wird für die kommende Gemüsesaison ein Umsatzplus von 3 Prozent angepeilt. Insgesamt wurden über 40 Gemüsesorten kultiviert. Umsatzstärkstes Produkte und mit knapp 80 Prozent Umsatzanteil das absolute Hauptprodukt von Seewinkler Sonnengemüse ist der Paprika. Neben dem klassischen Blockpaprika in allen Farben hat sich auch der süße Spitzpaprika sehr gut etabliert. Ebenfalls immer beliebter bei den Konsumenten ist der  Dolma Paprika mit orientalischer Herkunft. Neu im Paprikasortiment 2016 gab es den Grillpaprika und den Pfefferoni.

Immer mehr Spezialitäten und Raritäten

Auf Grund des strengen Winters und des fehlenden Lichts im Jänner und Februar hat sich der Erntestart beim grünen Paprika etwas verzögert. Auch die Erntemengen sind geringer als im Vorjahr ausgefallen. Jedoch pünktlich zum Saisonstart vor Ostern werden Salat (Kopfsalat und Gentile), Radieschen, bunte Blockpaprika, Grillpaprika, Pfefferoni und Jungzwiebel geerntet. Allerwichtigste Kunde ist der Lebensmitteleinzelhandel, auf den 95 Prozent des Umsatzes entfallen. Dort werden dieses Jahr außerdem verschiedene Snack-Gemüsearten wie gelbe, rote und orange Mini-Paprika, ein scharfer Mini-Pfefferoni, runde, ovale, getigerte, gelbe und rote Mini-Tomaten und Mini-Gurken aus dem Seewinkel zu finden sein. Darüber hinaus wird es Spezialitäten und Raritäten wie Midi-Melanzani, Zitronentomaten, Ananas-Fleischtomaten, Zucchiniblüten, Mairüben, Steckrüben und Exoten wie Stachelgurken, und Zuckermelonen geben.

Eigene Verkostung für den LEH

Der Erfolg in Anbau und Absatz von Süßkartoffeln aus dem Seewinkel hat Seewinkler Sonnengemüse zu einer Ausweitung der Anbauflächen ermutigt. Möglich macht das die intensive Zusammenarbeit mit dem LEH und der Gastronomie. In Abstimmung mit Kunden, Konsumenten und Köchen werden neue Produkte entwickelt und alte Sorten reaktiviert. So werden auch dieses Jahr mehr als 20 zusätzliche Spezialitäten in Kleinmengen kultiviert und der Gastronomie sowie ausgewählten Vertriebsschienen des LEH angeboten. Im Rahmen der Seewinkler Sonnengemüse Partnertage hat der LEH die Möglichkeit die neuen Produkte roh und verkocht (nach Haubenkoch-Rezepten) zu verkosten. Überzeugt der Geschmack werden in Folge ausgewählte Produkte auf entsprechenden Flächen in der nächsten Saison angebaut und kommen so – wie unter anderem 2017 das Snack-Gemüse – in die Regale der Märkte und letztendlich zum Konsumenten.

Kühlung mittels Solarpanele

300 Sonnentage, der Neusiedler See und das pannonische Klima schaffen einfach perfekte Produktionsbedingungen. Mit Start der Gemüsesaison 2017 sorgt die burgenländische Sonne aber nicht nur für das Reifen von über 40 verschiedene Gemüsesorten im Seewinkel, sondern auch für die Kühlung in den Lagerhallen in Wallern, wo das Gemüse gesammelt, gewaschen, sortiert, verpackt und für den Weitertransport an den Lebensmitteleinzelhandel vorbereitet wird. Über 2.800 Quadratmeter Solarpanele wurden auf den Hallendächern am Betriebsstandort in Wallern installiert und fügen sich so unsichtbar in das Landschaftsbild ein. Im Sommer wird mit der Photovoltaik-Anlage sogar mehr Energie gewonnen, als am Standort benötigt wird, obwohl in den Spitzenzeiten der Sommermonate für die Kühlung des Gemüses der Energiebedarf am größten ist. Die Übermengen werden in das Netz der Energie Burgenland eingespeist. Die Photovoltaik-Anlage wird rund 50 Prozent des benötigten Jahresstrombedarfes von Seewinkler Sonnengemüse decken.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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