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Die Bio-Sojamarke Alpro von WhiteWave Foods wandert mit anderen unters Danone-Dach.

Danone kauft WhiteWave Foods

08.07.2016

Das US-Unternehmen WhiteWave Foods stellt unter anderem Sojamilch und Biomilchprodukte her. Die Aktionäre von WhiteWave Foods müssen noch zustimmen.

Der französische Lebensmittelriese Danone kauft den US-Konkurrenten WhiteWave Foods, der unter anderem vegetarische und Biomilchprodukte herstellt. Danone lässt sich die Übernahme einschließlich Schulden rund 12,5 Mrd. Dollar (11,3 Mrd. Euro) kosten, teilte der Konzern am Donnerstag in Paris mit.

Mit dem Geschäft will Danone nach eigenen Angaben „besser auf neue Entwicklungen“ beim Konsumentenverhalten reagieren und eine „Ernährungsrevolution“ vorantreiben. WhiteWave Foods produziert und vertreibt unter Marken wie Alpro-Soyamilch, Provamel, Silk, Horizon Organic und Earthbound Farm unter anderem Sojamilch und Sojajoghurt, Bio-Obst und Bio-Gemüse, Biomilchprodukte und vegane Lebensmittel. Im vergangenen Jahr machte das in Denver im US-Bundesstaat Colorado ansässige Unternehmen einen Umsatz von 4 Mrd. Dollar. Sie ziehen insbesondere kaufkräftigere Kunden an.

Unterwegs zum Weltmarktführer

Mit der Übernahme verdoppelt Danone nach eigenen Angaben seine Größe in den USA und wird ein Weltmarktführer bei Bio- und Milchprodukten. Die Verwaltungsräte beider Konzerne haben dem Geschäft bereits zugestimmt. Noch müssen aber die Aktionäre von WhiteWave Foods, denen 56,25 Dollar pro Aktie geboten wird, und die Wettbewerbsbehörden zustimmen. Das Geschäft soll noch heuer Jahr abgeschlossen werden. Der Kaufpreis entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den 30-Tages-Kursdurchschnitt der Whitewave-Aktien

Es ist die größte Übernahme für den Anbieter von Produkten wie Actimel, Activia, Volvic und Evian seit knapp zehn Jahren und auch die erste größere Transaktion für Emmanuel Faber, seitdem ihm Ende 2014 die Führung des Konzerns übertragen wurde. An der Börse kamen seine Pläne gut an. Danone-Aktien stiegen um knapp sechs Prozent auf den höchsten Stand seit 14 Monaten.

Danone macht derzeit ein anhaltend schwieriges Umfeld in Schwellenländern wie Brasilien und Russland zu schaffen. Das könnte der Ausbau des US-Geschäfts ausgleichen. Mit dem Zukauf macht das Nordamerika-Geschäft künftig 22 Prozent im Portfolio von Danone aus. Bisher sind es zwölf Prozent. Die Erlöse von Danone beliefen sich im letzten Jahr auf mehr als 22 Mrd. Euro.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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