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Das Kaufhaus mit dem besonderen Extra

02.10.2009

preisträger. Roman Nußbaumer, Nah&Frisch-Kaufmann, führt in Molln (OÖ) ein Kaufhaus mit „Rundum-Service“: Lebensmittel, auch aus der Region, sind selbstverständlich, für die Nahversorgung spricht zusätzlich das Angebot an Haushaltswaren.

Roman Nußbaumer (links), Nah&Frisch-Kaufmann aus Molln in Oberösterreich bietet seinen Kunden neben den alltäglichen Produkten sehr viel Spezielles

Die Ortschaft Molln zählt rund 3.700 Einwohner und liegt idyllisch inmitten des verträumten Steyrtales.
Für das Wohlbefinden sorgt unter anderem Roman Nußbaumer, der in der Nähe des Ortszentrums ein 450 m2-Kaufhaus besitzt. Das „Kaufhaus Pranzl“ ist seit Jahrzehnten ein Begriff. „Wenn Sie sich über die Namensgebung wundern, so kann ich das ganz schnell erklären“, sagt der 43-jährige Kaufmann mit dem verschmitzen Lächeln. „Die letzte Generation der Pranzls hatte keine Kinder. Mein Vater war ein Neffe von Theresia Pranzl und wurde als Nachfolger adoptiert. Damals war das ein freudiges Ereignis, denn die ‚Nußbaumers‘ waren arme Bauern aus dem Mühlviertel und hatten viele Kinder“, berichtet Roman Nußbaumer. Ende der 50er-Jahre übernahm der Vater schließlich das Geschäft, das ihm auch seine Angetraute brachte: Denn Roman Nußbaumers Mutter machte ihre Ausbildung im Kaufhaus Pranzl. „Auch wenn die Besitzer seit den 50er-Jahren Nußbaumer heißen, so bleibt das Geschäft doch das ‚Kaufhaus Pranzl‘“, so der Chef.
Roman Nußbaumer selbst hat 1971 im Elternhaus die Lehre begonnen und 1984 den Betrieb übernommen, seine 27-jährige Tochter Romana steht kurz davor, in seine Fußstapfen zu treten.

Abspecken für den Erfolg
Meisterschaftliches Stockschießen, Rad fahren, Wandern und seine Tätigkeiten in verschiedenen Vereinen halten den Kaufmann nicht nur jung und fit, sondern bringen ihm auch jede Menge Kontakte. Allerdings musste er sich innerhalb der vergangenen Jahre für sein Geschäft eine kleine „Abmagerungskur“ überlegen, um erfolgreich zu bleiben. „Früher hatten wir ein gesamtes Sortiment an Textilien für Damen, Herren und Kinder, Schulartikel und Schuhe im Programm. Die Konkurrenz wurde zu groß“, so Nußbaumer. Mit Schwerpunkt auf Lebensmittel und Konsumgüter sowie Haushaltswaren und Nähzubehör hat sich das Geschäft heute in der Artikelanzahl abgespeckt, ist aber umso erfolgreicher geworden. 7.500 Artikel mit einem Frischeanteil von 50% auf 450 m2 stehen den Mollnern zur Verfügung. „Weit in die Region hinein sind wir das Nah&Frisch-Geschäft mit dem höchsten Umsatz pro Kunden“, freut sich der Kaufmann. Im Monat kommen rund 4.600 Kunden zu ihm einkaufen.

Gedanklich beim Kunden
Das Angebot erstreckt sich von Obst und Gemüse über 5,5 Laufmeter Molkereiwaren, Fairtrade- und Bioprodukte, Convenience wie drei Truhen TK-Ware. Das Team geht aber auch ganz speziell auf die Kundenwünsche ein. So sind im Laufe der Zeit Services entstanden, die heute voll angenommen werden: ein spezieller Kühlraum für Getränke, Blumen, Geschenkservice, Plattenservice, Hauszustellung auch nach Anrufbestellung, Hermes-Paketshop, Putzerei-Annahmestelle. Jeden Donnerstag wird für die heiße Theke Fleisch gegrillt (Schweinefleisch, Karreé und Schopfbraten), und am Freitag darf man sich auf Grillhenderl freuen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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