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So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich: Dieser Forderung stellen sich die Hersteller von modernen Verpackungsmaterialien – auch unter Berücksichtigung des Naturschutzes.

Das packen wir

22.07.2014

E-Commerce und verschärfte Verbraucherrichtlinien heben das Verpacken von Produkten auf einen neuen Level.

Die Verpackungsbranche befindet sich im Wandel. Der Boom des E-Commerce, immer strengere Verbraucherrichtlinien und geändertes Konsumverhalten geben der Verpackung von Konsumgütern neue Impulse. Wachsender Kostendruck erzwingt kosteneffizientere Produktionsprozesse, und das Thema „umweltfreundliche Verpackung" ist nach wie vor hoch innovativ.

Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen sei es wichtig, Verpackungen stets unter der Maxime „so viel Verpackung wie nötig, so wenig Verpackung wie möglich" zu optimieren und bei der Materialwahl auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen, hören wir von Herstellerseite. Ein weiterer Trend ist „active and intelligent" Packaging, also Verpackungslösungen, die dem Verbraucher einen Mehrwert bieten, weil Produkte beispielsweise in der Verpackung erhitzt werden können oder diese die Dosierung oder Handhabung des Produktes vereinfacht.

Produktschutz und Fälschungssicherheit von Produkten sowie ein Originalitätsverschluss sind Anforderungen an die Verpackung von morgen. Last but not least wird die Verpackung zu einem immer wichtigeren Kommunikationsmedium, weil sie eine Vernetzung der realen und digitalen Welt ermöglicht und gleichzeitig alle Sinne des Konsumenten anspricht.

Der Trend im Handel geht sehr stark in Richtung Shelf-Ready-Verpackungen, die sich dadurch auszeichnen, dass bei Regalverpackungen der Unterteil vom Deckel sehr einfach, schnell und sauber getrennt werden kann. Die Verpackung wird damit von der Transportverpackung zur Präsentationsverpackung. Hier gibt es eine ganze Reihe von neuen Konstruktionen, die erfolgreich im Handel umgesetzt wurden.

Getränkehersteller und -abfüller stehen vor der Herausforderung, Produkte auf den Markt zu bringen, die gefallen und gleichzeitig rentabel sind. Um diese Kriterien zu erfüllen, spielt unter anderem auch die Verpackung eine wichtige Rolle. Produktschonende Füllprozesse und Verpackungen tragen entscheidend dazu bei, die hohe Qualität von Getränken zu schützen und für einen gleichbleibend guten Geschmack zu sorgen. Doch das Getränk kann noch so gut schmecken, es wird sich nicht verkaufen, wenn es in der Fülle des Warenangebotes untergeht und vom Verbraucher nicht wahrgenommen wird. Ein Produkt, das gekauft wird, muss daher auch optisch nach dem Geschmack der Verbraucher sein: sowohl, was das Design als auch die Handhabung anbelangt.


Verpackung Austria 2014 in Wien

Zahlreiche Highlights machen die Messe vom 24. bis 25 September zum zentralen Event für die Branche. Die „Verpackung Austria", Fachmesse für zukunftsweisende
Verpackungstechnologien, Materialien und Dienstleistungen wird den veränderten Rahmenbedingungen mit einem neuen Konzept gerecht. Aussteller und Experten zeigen in Wien, wie es gelingt, mit aufmerksamkeitsstarken Formen, innovativen Ansätzen, neuen Trendmaterialien und Verfahrenstechnologien den Verordnungen des Gesetzgebers und den technischen Produktionsbedingungen ebenso gerecht zu werden wie dem Anspruch, Verbrauchernähe und Markenkraft miteinander zu verbinden. Unter anderem bringt Veranstalter easyFairs das Thema „Packaging Innovations" nach Österreich. Im kreativ-innovativen Bereich der Packaging Innovations Area geht es um Design und Markenbildung bei Primär- und Sekundärverpackungen. Erstmals im September ist der Intralogistik-Bereich ins Konzept der Verpackung Austria integriert. Die logistischen und verpackungsrelevanten Themenbereiche haben also weiterhin in diesem Rahmen Bestand, und Transportverpackung, Lagerung und Sicherung sowie allgemeine intralogistische Prozesse gehören auch künftig zum Ausstellungsangebot.

Auf der Verpackung Austria 2014 werden auch in diesem Jahr der Green Packaging Star Award und der ARA-Sonderpreis verliehen. Ausgezeichnet werden Lösungen, die beispielhaft für umweltfreundliche Verpackungen und Recycling stehen. Aber auch verpackungsrelevante Verbesserungen betrieblicher Prozesse in Produktion, Logistik und Distribution, bei denen Umweltaspekte im Vordergrund stehen, werden mit dem Green Packaging Star Award und dem ARA-Sonderpreis ausgezeichnet.

Wolfgang Friedrich

w.friedrich@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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