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dayli schließt 103 Filialen und baut rund 340 Jobs ab

26.06.2013

Der Kahlschlag bei der Drogeriekette dayli fällt nicht ganz so hart aus wie Ende Mai befürchtet: Statt der angekündigten 186 Filialen werden vorerst 103 geschlossen, gab der Angestellten-Betriebsrat der Schlecker-Nachfolgegesellschaft am Donnerstagnachmittag in einem Fax bekannt. 40 Prozent der 560 vorsorglich beim Arbeitsmarktservice (AMS) angemeldeten Beschäftigten behalten ihren Arbeitsplatz, heißt es. Rein rechnerisch müssen somit 336 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen. Für sie gibt es einen Sozialplan.

103 der insgesamt 186 dayli-Filialen in Österreich machen demnächst dicht.

Bei anstehenden Eröffnungen sollen die nun von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter bevorzugt wieder eingestellt werden. Welche Filialen geschossen werden, ist noch nicht bekannt.

Die Gewerkschaft GPA-djp rät den von der Kündigung betroffenen etwa 340 Beschäftigten der Drogeriekette dayli davon ab, den ausverhandelten Sozialplan ohne Weiteres anzunehmen. „Das ist bestenfalls ein Plan, damit die Beschäftigten schnellstmöglich zum erstmöglichen Termin das Unternehmen verlassen müssen“, sagte GPA-Vizechef Karl Proyer am Donnerstag zur APA. Die Gewerkschaft empfiehlt den Betroffenen, sich „dringend“ zu informieren, ob eine normale Kündigung nicht besser sei als die Annahme des Sozialplans.

Der dayli-Betriebsrat gab sich in einem Fax erfreut, „dass wir ein Budget für die von der Kündigung betroffenen sozialen Härtefällen aushandeln konnten“. Nach Informationen der Gewerkschaft umfasst der Härtefonds etwa 51.000 Euro. „Wenn unsere Informationen stimmen, steht den 340 Beschäftigten pro Kopf 150 Euro zu“, so Proyer. Bei dayli war niemand für die APA für eine Stellungnahme erreichbar.

Über die Fortschritte bei der Investorensuche ist nichts bekannt. Das dayli-Management ist auf Tauchstation. Als Interessent gilt ein britisch-polnischer Fonds aus der Handelsbranche. Die Zeit wird jedenfalls knapp, dayli versucht derzeit mit „- 40 % auf fast alles“ Kunden zu locken. Dem Vernehmen nach werden keine Waren nachbestellt, sondern bloß Lagerbestände verkauft.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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