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Dem Kunden „a Gaudi“ bereiten

14.06.2007

Spar. Direkt an der Loferer Bundesstraße in Kirchdorf gelegen, zieht der Spar-Markt SchwaigerEinheimische und Durchreisende an. Lockmittel sind schmackhafte Jausenbrote und Exklusiv-Produkte wie Bio-Eis, Imker-Honig und Gourmet-Käse aus der Region.

Kaufmann Michael Schwaiger verfügt auch bei Wein über Topwissen.

Zwei Liter Apfelsaft, 1 Bund Schnittlauch, 6 Eier, 1/2 Liter Milch. Im kleinen Büro von Michael Schwaiger, 35, in dem man durch eine Glaswand das Treiben im Spar-Markt in Kirchdorf beobachten kann, trudelt ein Fax ein. Es ist Dienstag. Wenige Minuten später kommt ein zweites Fax an. Diese Bestellung ist dreimal so lang wie die vorige. „Wir liefern eigentlich immer freitags, da kommen bis zu 15 Hauszustellungen rein. Kirchdorf hat einen kleinen Weiler namens Gasteig. Dort gibt es keinen Nahversorger mehr. Da liefern wir auch Dienstag aus.“

Bürgermeister an der Kassa
Die Hauszustellung ist Aufgabe von Ernst Schwaiger. Der Kirchdorfer Bürgermeister steht zudem samstags an der Kasse des 250 m2 großen Spar-Marktes in Kirchdorf. „Mein Vater Ernst und meine Mutter Regina haben mir den Betrieb im Jahr 2000 übergeben. Die Rechtsform des Unternehmens ist eine KG. Mein Vater ist als Kommanditist beteiligt, ich führe das Geschäft als Komplementär mit allen Rechten und Pflichten alleine.“ Genau genommen, so Michael Schwaiger, habe er eigentlich bereits mit 23 Jahren die Führung übernommen. „Mein Vater wurde zum Bürgermeister gewählt. Ich war damals nach Abschluss der Handelsakademie, die ich in Kitzbühel besucht habe, im Ausland unterwegs. Dann wurde ich heimbeordert.“
Der zweijährige Auslands­aufenthalt in Australien, Neuseeland und den USA, wo sich der junge Michael Schwaiger mit Gelegenheitsjobs u. a. als Obstpflücker durchschlägt, hätten ihn weltoffener gemacht und Durchsetzungsvermögen gelehrt. „Das war schon eine sehr gute Erfahrung.“ Wieder daheim erwarten den Kirchdorfer beim Einstieg in den elterlichen Betrieb ernsthafte Schwierigkeiten. „Das Geschäft stand Mitte der 90iger Jahre an der Kippe. Gleich im ersten Jahr schaffte ich es, ausgeglichen zu bilanzieren. Seither gab es immer Steigerungen, sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.“

Kosten im Griff haben
Sein persönliches Erfolgsrezept führt der dreifache Familienvater auf eine einfache Formel zurück. „Man muss flexibel sein und man muss die Kosten im Griff haben.“ Mit sechs Mitarbeiterinnen – zwei Ganztages-, zwei Halbtagekräften und zwei Lehrlingen – setzt Schwaiger ca. 1,1 Mio.€ jährlich um. Seit 1978 verfügt der Spar-Markt, direkt an der Loferer Bundesstraße und direkt gegenüber einem kleinen Familien-Skigebiet gelegen, über 250m² Verkaufs- und 100m² Lagerfläche. Das Sortiment mit ca. 5.000 Artikeln reichert Schwaiger mit heimischen „Verkaufsschlagern“ an, die es exklusiv nur bei Spar Schwaiger zu kaufen gibt.
Da wäre das Bio-Eis, das ohne Bindemittel in einer „Wahnsinns-Qualität“ in 20 verschiedenen Geschmacksrichtungen von einem St. Johanner Bauern hergestellt wird. „Für uns wird das Eis exklusiv in ½-Kilo-Boxen abgepackt.“ Echter Bienenhonig vom Imker aus St. Johann im Pongau und Biokäse aus der Sennerei Danzl in Schwendt zählen zu den weiteren Rennern unter den regionalen Produkten.

Eine Trafik und das schmackhafte und liebevoll zubereitete Jausenangebot sorgen ebenfalls für Zufriedenheit bei den Kunden. Haupt-Frequenzbringer ist die Lage direkt an der Loferer Bundesstraße. „Wir verfügen über einen sehr großen Parkplatz mit ca. 40 Stellplätzen. Lkw können hier bei uns gut zufahren.“ Beim Jausengeschäft wolle man nicht das Übliche bieten. Feine belegte Brote, tägliche Abwechslung beim Angebot (Leberkäse, Hot Dog, Bosner, Schnitzelsemmel) locken Kunden aus der ganzen Region an. „Man muss einfach was bieten, wodurch man sich vom Einheitsbrei abhebt. Bietet man Produkte exklusiv an, muss die Qualität stimmen und der Kunde soll eine Gaudi haben, dass er das eine oder andere Produkte exklusiv nur bei uns bekommt.“
Auch Weinliebhaber kommen beim Spar-Markt Schwaiger in Kirchdorf voll auf ihre Kosten. Michael Schwaiger hat sich im laufe der Jahre als selbstständiger Spar-Kaufmann in mehreren Kursen ein gutes Basiswissen angeeignet. „Wir bieten auch Weinkompetenz. Ich freu’ mich, wenn ich Kunden dahingehend gut beraten kann. Das ist so ein bisschen mein Hobby.“ Einmal im Jahr lädt Spar Schwaiger zum Weinfest mit Verkostung.
Aktiv in der Gemeinde
Als einer von 89 selbstständigen Spar-Kaufleuten in Tirol und 698 in Österreich engagiert sich der Hobby-Mountainbiker und Bergwanderer auch im Ort aktiv. „Man muss wahrgenommen werden und im Gemeindeleben verankert sein. Wir engagieren uns zum Beispiel beim Adventmarkt und beim Sommernachtsfest in der Organisation oder auch bei Tombolapreisen.“ Als „Dank“ dafür stehen Festbelieferungen und Bestellungen der heimischen Vereine an der Tagesordnung.

Während sich Gattin Johanna, Dipl. Krankenschwester in Karenz, um Viktoria (5), Florian (2) und das Baby kümmert, heißt es für den Ladenbesitzer in vierter Generation von Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18.00 im Tagesgeschäft präsent zu sein. Samstags ist der Lebensmittelmarkt von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Zu den Stoßzeiten im Winter nützt die Familie die Tourismusregelung. Dann stehen Vater und Sohn gemeinsam im Geschäft. Die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten von 66 auf 72 Wochenstunden lehnen die Schwaigers ab.
„Die Umsätze werden ja dadurch nicht mehr. Wir konzentrieren uns darauf, anders zu sein als die Mitbewerber“, so Michael Schwaiger. Im Kirchdorfer Ortskern steht ein weiterer Spar-Markt, im nahegelegenen St. Johann in Tirol zwei MPreis, zwei Billa, drei Spar, davon ein Eurospar und ein Hofermarkt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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