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Der innerstädtische Handel leidet unter den regelmäßigen Demos und Straßensperren: Die WK Wien fordert daher rasche Lösungen von der Politik

Demos dürfen nicht zu Lasten des Handels gehen

26.11.2018

Die regelmäßigen Demos und Straßensperren sind für den Handel Umsatzkiller. Die Wirtschaftskammer Wien, die schon vor längerer Zeit Vorschläge für Demozonen unterbreitet hat,  appelliert daher an die Politik rasche Lösungen zu finden.

„Schon vergangenen Samstag war Chaos auf der Mariahilfer Straße und in der City. Für die nächsten Wochen sind derart viele Straßensperren angekündigt, dass bald der innerstädtische stationäre Handel zusperren kann“, ärgert sich Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. „Die wöchentlichen Demos kosten die Händler teilweise bis zu 70 Prozent des Umsatzes und vernichten somit auch Arbeitsplätze. Vor allem klein- und mittelständische Betriebe trifft es besonders hart, sie kämpfen ums Überleben“, ist Trefelik besorgt. Auslöser sind die regelmäßigen beziehungsweise angekündigten Demos und Sperren, die schon vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts zu Beeinträchtigungen auf der Ringstraße, Mariahilfer Straße und der Zweierlinie führen.

Demozonen statt Einkaufsknotenpunkte

Wer dahinter fehlendes Demokratieverständnis vermutet, liegt falsch: „In einem demokratischen Land wie unserem ist die freie Meinungsäußerung ein wichtiger Grundpfeiler. Das ist auch gut so, aber muss denn nahezu jede Demo an den zentralen Einkaufsknotenpunkten in der Wiener City oder der Mariahilfer Straße stattfinden?“ fragt Trefelik. „In einem Shopping Center wären derartige Sperren, wie sie bei Demos entstehen, undenkbar. Aber auch die Mariahilfer Straße und der Ring sind wichtige Handelslebensadern“, ergänzt Trefelik.
 
Die WK Wien hat schon vor längerer Zeit Vorschläge für Demozonen unterbreitet und würde auch Veranstalter unterstützen, die diese freiwillig nutzen. „Bei dieser Demo-Frequenz ist jetzt dringend Handlungsbedarf. Wir laden die Politik ein, für eine verfassungskonforme Lösung zu sorgen und bieten hier unsere Unterstützung an, um auch die berechtigten Bedürfnisse des Wiener Handels und seiner zahlreichen Mitarbeiter anzugehen“, so Trefelik.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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