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Deutsche Drogerien im Medikamentengeschäft

29.08.2007

Nach jahrelangem Rechtsstreit steigt in Deutschland erstmals eine Drogeriekette in großem Umfang in das lukrative Medikamentengeschäft ein. Der bundesweit zweitgrößte Drogerie-Betreiber dm (Karlsruhe) wird in zunächst 80 Filialen in Nordrhein-Westfalen apothekenpflichtige Medikamente abgeben.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Service ist eine Kooperation mit einer niederländischen Versandapotheke in Venlo. Ein Test in acht Filialen im Rheinland sei erfolgreich gewesen, das Angebot solle nun nach und nach deutschlandweit ausgedehnt werden. Möglich wurde die Medikamentenabgabe durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) für Nordrhein-Westfalen in Münster. Das Vertriebskonzept verstoße weder gegen das Arzneimittel- noch gegen das Apothekenrecht, hatte das Gericht im vergangenen November befunden und keine Revision zugelassen. Die Apotheker-Organisationen hatten bestürzt auf das Urteil reagiert. Für den persönlichen Verkauf der Medikamente haben die herkömmlichen Apotheken weiterhin das Monopol. Daher können die Arzneimittel in den dm-Märkten weder an der Kasse bezahlt werden, noch dürfen die Drogerie-Mitarbeiter Auskünfte zu den Medikamenten erteilen. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung oder Bankeinzug.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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