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Rewe stellt sich gegen die Fusion von Edeka und Kaiser´s Tengelmann.

Deutsche Rewe Group will Supermarkt-Ehe unterbinden

08.02.2016

Der Rewe-Konzern will gegen die Fusion Edeka und Kaiser’s Tengelmann in Deutschland rechtlich vorgehen, wenn es sein muss.

Der deutsche Rewe-Konzern will den deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in letzter Minute von einer Sondererlaubnis für die umstrittene Fusion der Konkurrenten Edeka und Kaiser's Tengelmann abbringen. Rewe kritisiert in einer Stellungnahme an das Wirtschaftsministerium die Ministererlaubnis für die Supermarkt-Ehe und behält sich einen Gang vor das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf vor, berichtet die APA.

Die Rewe-Anwälte erklären in der Stellungnahme, die Voraussetzungen für eine Ministererlaubnis seien nicht gegeben. So habe Rewe ein verbindliches Angebot für die Übernahme von Kaiser's Tengelmann vorgelegt. Es habe damit eine Alternative zum Edeka-Offert gegeben. Auch seien die von Gabriel vorgeschlagenen Auflagen zum Erhalt der Arbeitsplätze unzureichend. Eine Erlaubnis wäre "in einem Beschwerdeverfahren vom OLG Düsseldorf aufzuheben".

Gabriel will auf Basis der Stellungnahmen eine endgültige Entscheidung über den Zusammenschluss fällen. Er hatte bereits angekündigt, die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka unter Auflagen zu genehmigen. Edeka muss unter anderem Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen machen. Die 16.000 Kaiser's-Tengelmann-Beschäftigten sollen durch seine Auflagen ihre Arbeitsplätze behalten, Betriebsratsstrukturen würden erhalten, betonte der Minister. Edeka hatte signalisiert, Gabriels Auflagen erfüllen zu wollen und erklärt, die Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann hätten nun eine Perspektive auf eine sichere Zukunft.

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